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Mike Campbell & The Dirty Knobs: EXTERNAL COMBUSTION

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Mehr als okaye Rootsrock-Songs vom Tom-Petty-Gitarristen

Zugegeben, das erste Album von Mike Campbell mit den Dirty Knobs vor zwei Jahren ist einigermaßen an mir vorbeigegangen. Zwar wären die Songs von Tom Petty ohne Campbells abgebrüht-pointiertes Gitarrenspiel nicht
dieselben, ganz klar, und auch was er zum Beispiel auf Don Henleys ›The Boys Of Summer‹ macht, ist grandios – aber wenn Begleitmusiker zu Bandleadern werden, geht das oft nicht allzu spannend aus. Innovativ sind die Lieder auf EXTERNAL COMBUSTION jetzt auch nicht geworden, aber, und das ist das Entscheidende, sie sind gut gemacht. In den Texten: klassisch amerikanische Motive – blind vor Liebe im Greyhound-Bus sitzen, Dämonen im
Kopf und im Herzen ein Loch, groß genug, dass ein Sattelschlepper durchfahren könnte. Dazu Heartland-Rock, British Invasion, Anflüge von Heavy-Rock, ein Blues-Shuffle zwischendrin. ›State Of Mind‹ ist eine hübsche Americana-Ballade, bei der Country-Sängerin Margo Price mitsingt und gegen Ende soulige Bläser einsetzen, im verloren suchenden ›In This Lifetime‹ wird das Schlagzeug bloß gestreichelt, dazu hören wir eine Slide-Gitarre.
Die Songs haben etwas, ja, Anrührendes an sich – das unterscheidet Campbell von so vielen jüngeren Americana-Epigonen, die Echtheit und Tiefe nur vorgeben.

7 von 10 Punkten

Mike Campbell & The Dirty Knobs/ EXTERNAL COMBUSTION/BMG/WARNER

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