Meilensteine: Die T. Rextasy explodiert

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Meilensteine: Die T. Rextasy explodiert

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Marc Bolan live mit T. Rex

18. März 1972: Auf ihrem Karrierezenit verkaufen T. Rex zweimal Londons Wembley Empire Pool aus.

Innerhalb weniger Monate potenzierte sich europaweit der Bekannheitsgrad der just vom Duo zur Quartettbesetzung transformierten Formation T. Rex: Mit Glitzerstaub auf den Wangen und in Samt, Satin und Lurex gehüllt, etablierte sich der knapp 1,60 Meter kleine Londoner Marc Bolan 1971 als kunterbunt narzisstischer Chefideologe einer Bewegung namens Glam Rock. Nach den Chartrennern ›Ride A White Swan‹ und ›Hot Love‹ rümpfte die erkleckliche Fangemeinde des esoterischen Folk-Vorgängerduos Tyrannosaurus Rex, von Radio-One-DJ John Peel seiner Zuhörerschaft seit 1967 schmackhaft gemacht, kollektiv das Näschen und trat mit Häme nach: „Ausverkauf“ und „Judas“, lautete der Aufschrei vermeintlich Enttäuschter, der fast so laut geriet wie 1965 bei Bob Dylans griff zur E-Gitarre.

Als erster britischer Superstar im Post-Beatles-Vakuum entfachte Bolan eine von Teenagerhorden befeuerte Hysterie, wahlweise Rexmania oder T.Rextasy genannt. Nach weiteren Hit-Singles und dem LP-Meilenstein ELECTRIC WARRIOR schlug die ganz große Stunde von Bolan, der wie Weggefährte David Bowie schon seit Teenagertagen auf den Durchbruch hoffte, am 18. März 1972: Vor 18.000 hysterischen Fans gaben T. Rex im Wembley Empire Pool zwei ausverkaufte Konzerte. Am nächsten Tag überschlug sich der britische Blätterwald geradezu, Sonderpublikationen erschienen.

Ex-Beatle Ringo Starr, damals Direktor des Apple-Filmdepartments, hielt nicht nur beide Events mit einem fünfköpfigen Kamerateam auf 16mm fest, sondern flocht in den im Dezember 1972 gestarteten Kinofilm „Born To Boogie – The Motion Picture“ auch surreale Szenen (u.a. mit „Cat­weazle“-Darsteller Geoffrey Bayldon) auf Lennons Anwesen in Tittenhurst, Skurriles auf einer Flughafenlandebahn, famose Apple-Studio-Sessions (mit Elton John) und Backstage-Impressionen ein. Bolans größter Triumph er­­wies sich jedoch als zweischneidiges Schwert: Knapp ein Jahr später folgte der unaufhaltsame Abstieg des King Of Glam Rock.

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