Live: Judas Priest

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Live: Judas Priest

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Der Abschied vom Abschied

Irgendwie scheint es immer noch surreal, dass nach der aktuellen Epitaph Tour keine weitere Konzertreise des dienstältesten NWOBHM-Schlachtschiffs folgen soll. Jenes große Fragezeichen prangt an diesem Abend über vielen Köpfen und wird vor den Pforten der Arena heiß diskutiert. Manche Diskussionsrunden vergessen dabei sogar den Auftritt von Thin Lizzy. Sänger Ricky Warwick und Bassist Marco Mendoza sind eindeutig der Blickfang. Sie schmeißen sich in wildeste Rockposen und zelebrieren erstklassig das Andenken von Phil Lynott. Leider ist nach dem recht kurzen Set viel zu früh Zapfenstreich. Ab geht es in die britische Stahlmetropole Birmingham. Diese dient auch gleichzeitig als Kulisse für den Opener ›Rapid Fire‹, dessen Textzeile „Pounding The World Like A Battering Ram“ das Motto für die kommenden 2,5 Stunden liefert. Judas Priest sind in bestechender Form und spielen einen ihrer besten Gigs seit der Reunion 2004. Es stimmt einfach alles: Agilität, Interaktion mit dem Publikum und eine perfekte Auswahl an unverwüstlichen Klassikern. Selbst bei dem in den vergangenen Jahren oft bis zum geht nicht mehr zerknödelten und in Hexenschuss Körperhaltung vorgetragenen ›Painkiller‹ steht Halford aufrecht (!!!) auf der Bühne und intoniert den kompletten Song ohne Makel. Highlight und zugleich die größte Überraschung des Abends ist jedoch das früher massiv gescholtene ›Turbo Lover‹. Die Intensität, die zu diesem Zeitpunkt in der Arena herrscht ist wohl einer dieser Rock‘n‘Roll Momen- te, die auf ewig im Gedächtnis verankert bleiben.

 

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