Live in Corona-Zeiten: Konzerte unter neuen Bedingungen

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Live in Corona-Zeiten: Konzerte unter neuen Bedingungen

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Corona Konzert München Backstage 1Lock-Up-Konzert mit The Munich Fiend Club. 15.06., München, Backstage Halle.

Misfits oder Mallorca?

Vor über drei Monaten machten die tunesischen Metaller Myrath in der Halle des Backstage in München zum Lockdown das Licht aus. Jetzt knipst es die Misfits-Coverband The Munich Fiend Club wieder an. Und knipsen ist auch irgendwie der richtige Ausdruck, wird doch alles andere als das volle Licht in der 366 Besucher fassenden Location gefahren.

Die wie so viele andere Clubs durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geratene Live-Stätte muss sparen. Da aber endlich wieder Konzerte indoor möglich sind, wenn auch nur für 50 Personen, will man ein Zeichen setzen. Und das mit The Munich Fiend Club, in der Mitglieder aus Münchner Bands wie Megaherz, Grand Massive und Van Drunen agieren. Passenderweise schwingt hier auch Backstage-Booker- und Pressemann Chris Klinke die Gitarre.

Natürlich umsonst, denn man will einfach nur wieder spielen. Wenn auch unter erschwerten Umständen und mit den bekannten Auflagen. An der Abendkasse steht ein Desinfektionsmittelspender und über das Gelände verteilt mahnen Schilder zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Getränke gibt es heute nur an der Tunnelbar im Biergartenbereich, aber konsumieren kann man dann drinnen an seinem Platz auch ohne die bis dorthin verpflichtende Maske. Auf zwölf Biergartengarnituren und zwei Stehtische verteilen sich die einschlägigen Rocker – auch Vertreter der Turbojugend und Chris, Sänger der Emil Bulls, sind anwesend.

Nach einer kurzen Ansprache durch Backstage-Betreiber Hans Georg Stocker legt die Band mit einem kurzen, knackigen und durch eine Bierholpause unterbrochenen Set los. Mit Horror-Punk-Klassikern wie ›Halloween‹, ›Last Caress‹ und der selbst komponierten Nummer ›Covid 19‹ bringen die, auf der Bühne durch rot-weißes Absperrband zum Abstand verpflichteten Musiker, schnell Stimmung unter die Anwesenden. Einige steigen sogar vor lauter Freude auf die Bierbänke. Dazu muss man eben nicht nach Mallorca fliegen, auch wenn das ja jetzt auch wieder erlaubt ist.

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