Life Of Agony: München, Backstage Werk (24.01.16)

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Life Of Agony: München, Backstage Werk (24.01.16)

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life-of-agony-158589Respekt!

Nach 30 Minuten mit den etwas farblosen – und das nicht nur wegen der schwarzen Outfits – Second Function aus der Schweiz und einer kurzen Umbaupause, wird um exakt 21.00 Uhr das Energielevel deutlich hochgefahren.
Mit ›River Runs Red‹ packen Life Of Agony gleich zu Beginn einen ihrer größten Hits aus und dementsprechend begeistert reagiert das Publikum. Songs vom gleichnamigen Erfolgsalbum bilden auch den Löwenanteil der letzten Show auf der Deutschlandtour der New Yorker. Aus dem anfänglich wohlwohlenden Kopfnicken vor der Bühne wird zusehends enthusiastisches Gehüpfe, und hin und wieder bilden sich sogar Circle Pits.
Frontfrau Caputo, die nur gelegentlich etwas mit ihrem inzwischen auch nicht mehr so neuem Geschlecht kokettiert, ist gut bei Stimme, gut gelaunt und sichtlich dankbar angesichts der positiven bis überschwänglichen Resonanz. Caputo lässt es sich im Laufe der Show nicht nehmen, auf Tuchfühlung mit den Fans zu gehen, wenn auch nur gesichert hinter einer Absperrung. Auch Gitarrist Joey Z. wagt einen kurzen Ausflug von der Bühne in die Halle.
Mit wuchtigen Riffs und schweren Grooves legen Life Of Agony eine zackige und knackige Show hin, die selbst nach nur relativ kurzen 75 Minuten überwiegend zufriedene Gesichter hinterläßt. Erstaunlich auch einmal mehr der abwechslungsreiche Sound der urbanen Rocker, der mal schwer in Richtung Doom – Black-Sabbath-Einflüsse sind unüberhörbar – und meist sehr hardcorelastig ausfällt. Aber auch poppige Nummern wie ›Weeds‹ vom Album SOUL SEARCHING SUN fügen sich gut in die Setlist des Quartetts ein, und selbst ohne neues Album, das letzte stammt immerhin von 2005, weht hier eine Menge Frische durch das gut gefüllte Backstage-Werk. Songs, die eigentlich mehr Statements sind, etwa ›Respect‹ und ›I Regret‹ mit der besonders inbrünstig dargebotenen Textzeile „Need to shed all my skin and start again“, lassen weder Fragen noch Wünsche offen.
Das Konzert endet, wie es begonnen hat, mit einer Nummer aus RIVER RUNS RED. ›Underground‹ bläst endgültig (allen Anwesenden) die Lichter aus.

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