KXM – Flotter Dreier mit Ü40

Auf der ersten Geburtstagsparty seines Sohnes schließlich seien Lynch und Pinnick auch anwesend gewesen. „Und was machen ältere Musiker, wenn die Kinder im Bett sind?“ Richtig: jammen. In seinem Studio zuhause hätten sie einfach ein bisschen rumgespielt. Von den Sessions erzählt er in einem kindlich-faszinierten Ton, so als ob er es immer noch nicht glauben könne, mit diesen beiden Ausnahmemuckern zusammenzuarbeiten.

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„Ich war in den 80ern großer Dokken-Fan“, beichtet er, selbst James „Munky“ Shaffer und Brian „Head“ Welch, die beiden Korn-Gitarristen, seien große Anhänger des Virtuosen gewesen. Und der Ruf von Doug Pinnick ist in Muckerkreisen ohnehin legendär. „Ich saß da also mit diesen beiden Typen und musste einfach nur spielen, mehr nicht.“ Alles andere kam dann von allein.

Die einzige Vorgabe war, keine Vorgaben zu haben. „Ich habe noch nie in einer Band gespielt, in der die Egos so weit hintenan stehen wie bei KXM“, bilanziert Luzier. „Man weiß ja, wie Gitarristen vom Schlage eines Lynch sind, aber Doug hat immer wieder betont, dass jeder das spielen solle, was er mag. Und das haben wir gemacht. Deswegen klingt das Album auch so spontan und unterschiedlich von den Stilen her. Ich kann gar nicht sagen, welchen Song ich am liebsten mag, ich liebe sie alle.“

Der Opener ›Stars‹ zum Beispiel entstand, als er nur ein bisschen auf seinem Kit herum experimentierte, der Rest sei dann in einer Session zusammen gekommen. „Vielleicht liegt es auch daran, dass wir alle so unterschiedliche musikalische Hintergründe haben“, mutmaßt er. Die Erfahrungen hätten auch eine große Rolle gespielt. „George wird demnächst 60, Doug ist 63. Da kommt schon einiges zusammen.“

Der gemeinsame Nenner sei schnell gefunden worden: harte Riffs mit melodischem Gesang. Und wer könne das besser als diese beiden? „George ist zwar wirklich schwer zu bändigen, was sein Spiel angeht, er kann, typisch für Gitarristen mit seinem Können, kaum ein Riff durchspielen, ohne zu wechseln, aber das macht den Charme von KXM auch aus. Und Doug kann unfassbar schnell Melodien und Texte zuordnen.“

Überhaupt Texte: Der Feingeist aus Texas ist für seinen sensiblen Umgang mit Worten bekannt, aber diesmal hat auch er sich aus seiner angestammten Rolle herausgewagt: ›Do It Now‹ zum Beispiel handelt von Masturbation! „Ich hätte das auch nicht gemerkt, wenn er es mir nicht gesagt hätte.“

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