King Gizzard & The Lizard Wizard – K.G.

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King Gizzard & The Lizard Wizard – K.G.

Vertraut und doch anders

Nanu, K.G. in dicken Lettern? Wollen die Psych-Rocker jetzt noch erklären, um was es ihnen geht? Eigentlich unnötig, es ist ihr 16. Album. Deutlich sind die Berührungspunkte zum Tonsystem auf FLYING MICROTONAL BANANA. Es basiert auf Vierteltönen, die zum Beispiel in der türkischarabischen Musik vorkommen, auch im Desert Blues von Tinariwen. Allein schon die Gitarrenakkorde! Gleich in ›Automation‹ werden sie in voller Stärke hochgefahren, in ›Odd Life‹ wird ein richtiges Solo draus. So etwas hört man heute bei kaum einer anderen Rockband mit Wurzeln in der westlichen Welt. Zugleich sind King G auch unberechenbar. ›Honey‹ schmiegt sich an, ist sehr melodisch und mit einer Stimmlage versehen, die an die eines Donovan erinnert. Der Break am Ende von ›Some Of Us‹ geht in Richtung Jazz, für ›Intrasport‹ bedienen sich die Australier bei Techno, Disco und Funk. Wer bedauert, dass die Härte auf INFEST THE RATS’ NEST keine Fortsetzung findet, wird in ›The Hungry Wolf Of Fate‹ immerhin mit Sludge-Metal-Riffs belohnt. Die Band ist breiter denn je aufgestellt und sorgt in scheinbar jeder Konstellation für Aufregung. K.G., oder auch konstant großartig.

8 von 10 Punkten

King Gizzard & The Lizard Wizard, K.G., CAROLINE/UNIVERSAL

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