John Murry – THE STARS ARE GOD’S BULLET HOLES

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John Murry – THE STARS ARE GOD’S BULLET HOLES

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Americana einmal anders: quergebürstet, literarisch, philosophisch

John Murrys Debütalbum THE GRACELESS AGE kam 2013 als Meisterwerk daher: Eine so literarische und tiefgründige Americana hatte man lange nicht mehr gehört. Die zweite Platte, A SHORT HISTORY OF DECAY, war nicht viel schwächer und etablierte Murry als Singer/Songwriter, der neue Worte für uralte Phänomene findet.

Für niederschmetternde Liebesgeschichten zum Beispiel: Das neue Stück ›I Refuse To Believe (You Could Love Me)‹ hebt die Kategorie der Selbstmitleidssongs auf eine neue Ebene, auch ›Oscar Wilde (Came Here To Make Fun Of You)‹ erzählt vom grandiosen Scheitern, das John Murry, wie Elvis geboren in Tupelo, gerne mal einer überirdischen Macht in die Schuhe schiebt: Wenn die Sterne die Einschusslöcher Gottes sind, was hast du dann als Mensch für eine Chance? Den Titelsong hat John Parish als rumpelnden Blues produziert, besser sind die Balladen, die mit Besenschlagzeug und Slide-Guitar der bemerkenswerten Stimme von John Murry Raum für Entfaltung geben. Interessant ist die Coverversion, die Murry sich ausgewählt hat: ›Ordinary World‹ von Duran Duran, gespielt ohne die Eleganz des Originals, wird der philosophische Kern deutlich: Die gewöhnliche Welt als Sehnsuchtsort.

7 von 10 Punkten

John Murry, THE STARS ARE GOD’S BULLET HOLES, SUBMARINE CAT/ROUGH TRADE

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