Review: Jake Bugg – SHANGRI LA

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Review: Jake Bugg – SHANGRI LA

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bugg, jakeEin Biest namens Erfolg will gefüttert werden: Der nicht ganz so runde Nachfolger des brillanten Debüts.

Nur selten schraubte sich die Erwartungshaltung an einen Nachwuchsmusiker so hoch wie im Falle von Jake Bugg. Mit Lobeshymnen von Noel Gallagher, selbstbetiteltem Nummer-1-Debüt im heimischen Großbritannien und einer binnen Tagen ausverkauften Deutschlandtournee im Rücken, liegt die Meßlatte für den Nachfolger noch ein ganzes Stückchen höher. Wohl auch deshalb entschied sich das Management von Jake Bugg, den gerade mal 19 Jahre alten Senkrechtstarter aus Nottingham mit Produzentenkoryphäe Rick Rubin bekannt zu machen. Eine seltsame Kombination. Gilt Rubin doch als Studiogenie, das in die Jahre gekommenen Bands und Interpreten einen ordentlichen Karriereschub verpasst. Doch die Produktion des „wichtigen“ zweiten Albums eines noch unverbrauchten Talents steht auf einem ganz anderen Blatt. Um es gleich vorweg zu nehmen: Seinen typischen Stempel hat Rick Rubin Jake Bugg nur insofern aufgedrückt, dass er für ein erstklassig transparentes Klangbild sorgte. Bugg bleibt Bugg, wie der auf Rockabilly-Purismus getrimmte Albenaufmacher ›There’s A Beast And We All Feed It‹ mit unter zwei Minuten Spielzeit unterstreicht. Gleiches gilt auch für die Singles-Auskopplungen ›Slumville Sunrise‹ und ›What Doesn’t Kill You‹. So entspannt wie die akustischen Folkoden ›Me And You‹, ›A Song About Love‹ und ›Pine Trees‹ tönen, verliefen wohl auch die mit Bassist Jason Lader, Rhythmusgitarrist Matt Sweeney und Schlagzeuger Pete Thomas in Rubins Malibu-Studiokomplex Shangri La getätigten Aufnahmen, wie Bugg sich erinnert: „Ich stand gegen Mittag auf, trank einen Kaffee, dann ging ich ins Studio, nahm jeden Tag zwei, drei Songs auf, um dann den Abend und die Nacht zu umarmen.“ Rubin kam noch eine weitere Aufgabe zu: „Als ich im Studio ankam, hatte ich bis auf wenige Ausnahmen nur Songskizzen. Rick hat die Songs aus mir regelrecht herausgekitzelt“, gibt der Jungspund zu Protokoll. Genau da liegt auch der Unterschied zum viel gepriesenen Debüt, dessen Songs Zeit hatten zu reifen.

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