Iconic: Ikonentreffen

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Iconic: Ikonentreffen

Dem Bandnamen entsprechend ist die Besetzung dieser neuen Combo, die Serafino Perugio von Frontiers Records zusammengetrommelt hat, ziemlich hochkarätig. Für das Debütalbum SECOND SKIN wurden Gitarrist und Sänger Michael Sweet (Stryper), Gitarrenheld Joel Hoekstra (u.a. Whitesnake und Tran-Siberian Orchestra), Bassist Marco Mendoza (u.a. ex Dead Daisies), Drummer Tommy Aldridge (Whitesnake) und Sänger Nathan James (Inglorious) versammelt, um melodischen Hard Rock auf hohem Niveau zu zelebrieren. „Der initiale Gedanke hinter dem Projekt war, eine Gruppe von Musikern zu finden, die Nathan flankieren. Er ist ein vielversprechender, junger Sänger, der gerade dabei ist, aufzusteigen. Gleichzeitig war Michael mit Frontiers im Gespräch, weil wir schon lange zusammen etwas auf die Beine stellen wollten. Es lag also nahe, diese beiden Ideen zu verknüpfen. Zu meiner Überraschung wurden dann noch Marco und mein Bandkollege Tommy angeheuert“, strahlt einem Joel Hoekstra frisch aus seinem Hotelzimmer in Glasgow entgegen, wo er gerade einen Zwischenstopp auf der Farewell-Tournee von Whitesnake einlegt.

Trotz klassischer Supergroup-Vibes und einer Distanz, die sich über verschiedene Länder erstreckt, ist Iconic ein familiäres Projekt: „Mit Nathan habe ich schon an manchen Inglorious-Alben gearbeitet, mit Michael bereits zusammen geschrieben, Tommy und ich sind seit acht Jahren Kollegen, Marco und ich kennen uns ebenfalls – ein gutes Gefühl. Als wir uns bei den Shootings für Fotos und Videos getroffen haben, fühlte sich das an wie ein Freundschaftstreffen.“ Die Songwritingsessions und Aufnahmen für SECOND SKIN hingegen wurden kontaktlos über das Internet abgehalten. „Auch ohne Covid machen das viele heute so und ganz ehrlich: das ist total super, auch wenn es einen schlechten Ruf hat. Ich glaube, die Fans würden gerne hören, dass man als Band zusammen im Studio rumhängt. Aber so baut sich kein Druck auf und man kann in Ruhe herumprobieren, ohne die anderen zu nerven.“, erklärt Hoekstra mit Nachdruck. Am Songwriting waren vor allem er selbst und Michael Sweet beteiligt: „Im Endeffekt haben wir so gearbeitet, wie Michael bei seiner Kooperation mit George Lynch. Ich schickte ihm unarrangierte Gitarrenriffs, er setzte daraus die Songs zusammen und fügte fehlende Parts hinzu. Dann kam das Ganze zu [Frontiers-Produzent] Alessandro Del Vecchio und Nathan, um Gesangsmelodien und Lyrics hinzuzufügen. Das war also eine Kollaboration, was mir viel lieber ist, als ein Bandmitglied, das alles alleine macht. Für mich war es eine coole Erfahrung. Ich brachte die Kids zur Schule, stöpselte meine Gitarre zuhause ein und legte los. So konnte ich den Überblick behalten und darauf achten, dass die Tracks variieren, unterschiedliche Tempi und Rhythmen haben. Du willst ja am Ende nicht fünf Balladen auf einer Platte haben.“

Ob Iconic eine einmalige Sache bleiben wird, steht bisher noch in den Sternen „Warten wir mal ab, wie die Reaktion der Fans ist. Ich persönlich kann mir von diesem Line-Up mehr vorstellen, zumindest, was die Aufnahmen betrifft. Schön wäre es aber auch, live zu spielen, wobei wir aktuell alle ziemlich beschäftigt sind. Michael ist mit Stryper unterwegs, das mit Whitesnake dauert noch, danach steht bei mir Trans-Siberian Orchestra auf dem Plan. Falls es jedoch ein magisches Zeitfenster geben sollte, in dem zufällig fünf verplante Musiker gleichzeitig ein paar freie Wochen vorweisen können, hätte ich total Bock auf eine Tour. Das wäre toll für die Fans und natürlich auch für die Chemie innerhalb der Gruppe.“ Am Ende des Gesprächs verrät Joel Hoekstra noch eines seiner wichtigsten Credos: „Alles, was ich musikalisch geschafft habe, habe ich geschafft, weil ich hart gearbeitet habe. In dem Moment, wo du etwas als gegeben hinnimmst, ist es vorbei. Bei mir dauerte es ja etwas länger, bis der Durchbruch kam. Ich bin in meinen 20ern nicht zufällig in eine Band in L.A. hineingestolpert, die über Nacht berühmt wurde. Und ich bin froh darüber, weil ich meinen Job bis heute sehr zu schätzen weiß. Wenn du etwas erreichen willst, arbeite dafür und zwar jeden Tag. Da bin und bleibe ich ganz working class.“

1 Kommentar

  1. Nicht schlecht aber es klingt wie Whitesnake, Dead Daisies usw. alles schon mal da gewesen. Für mich leider kein Anlass mehr hören zu wollen. Alles hervorragende Musiker aber als Band-Resultat eher gehobener Durchschnitt.

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