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Danny Bryant – THE RAGE TO SURVIVE

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Mit Power und Gefühl: schnörkelloser Corona-Blues

Eigentlich wollte Danny Bryant kein Lockdown-Album aufnehmen, doch am Ende war der Wunsch, die Phase des Innehaltens und das Gefühl der Isolation festzuhalten, stärker. Aber warum sollte auch ausgerechnet ein ausgewiesener Experte für die blauen Töne in Zeiten gegen den Strom schwimmen, in denen so viele den Blues bekommen haben? Auf THE RAGE TO SURVIVE erfindet der gefeierte 41-jährige britische Gitarrist das Rad nicht neu, klingt aber alles andere als eintönig. Schwergewichtige Bluesrock- Nummern (›The Rage To Survive‹) stehen hier neben emotional-rauen Akustikballaden (›Tears Falling‹) und geradezu unerwartet sanften Nummern mit einem Hauch von Jazz und Soul (›Invisible Me‹), und obwohl seinem mitreißenden Gitarrenspiel natürlich besondere Aufmerksamkeit zukommt, teilt Bryant auch gern das Rampenlicht, wenn er bei ›Rescue Me‹ seinem Organisten das Solo überlässt oder sich beim Instrumental ›Looking Good‹ mit der Horn Section duelliert, die auch bei anderen Stücken markante Kontrapunkte setzt. Fast beiläufig zeigt Bryant so, dass „gefühlvoll“ und „kraftvoll“ in seiner Welt keine Gegensätze sind.

7 von 10 Punkten

Danny Bryant, THE RAGE TO SURVIVE, JAZZHAUS/IN-AKUSTIK

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