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    Review: Conrad Keely – ORIGINAL MACHINES

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    Review: Conrad Keely – ORIGINAL MACHINES

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    keely, conradIndierock-Collagen.

    Conrad Keely (…And You Will Know Us By The Trail Of Dead) hat sein erstes Soloalbum ORIGINAL MACHINES zu großen Teilen auf Reisen auf einem iPad komponiert. Und wenngleich er viele der Sounds übernommen hat, klingt der 24-Tracker keineswegs wie ein Album aus der Konserve, sondern hochwertig, organisch und natürlich. Die Stücke dauern oft nicht länger als ein bis zwei Minuten und können eher als Skizzen, Collagen oder musikalische Tagebucheinträge gesehen werden. Entsprechend klingen sie auch sehr unterschiedlich. Alle grob im Indierock-Bereich verortet, hat doch jede Nummer einen eigenen Charakter. ›Nothing That I Meant‹ hat etwas von Lofi-60s-Rock, ›Drive To Kampot‹ strotzt nur so vor tiefgehender Melancholie. ›The Jungle‹ besteht nur aus einem einzigen Teil mit Tribal-Drumloop und einigen schrägen Geräuschen sowie Stimme. ›All That’s Left Is Land‹ geht in Richtung Singer/Songwriter-Stilistik, ›Spotlight On The Victor‹ wiederum hätte das Zeug zum Indie-Disco-Hit. Gerade durch diese stilistische Breite emanzipiert sich der Mann aus Kambodscha von seiner Hauptband. Auch das Instrumentarium ist breit gefächert. Neben Akustik- und E-Gitarren, Keyboards und Piano verwendet Keely auch viele Effektsounds sowie allerlei Percussions, Drumcomputer und Schlagzeug. Es gibt also viel zu entdecken in dieser knappen Stunde. Kein Album aus einem Guss, aber ein sehr vielfältiges und interessantes Werk, das nach einer Fortsetzung dieser Solokarriere schreit.

    Conrad Keely
    ORIGINAL MACHINES
    SUPERBALL/SONY
    7/10

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