Cheap Trick – THE COMPLETE EPIC ALBUMS COLLECTION

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Cheap Trick – THE COMPLETE EPIC ALBUMS COLLECTION

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cheap trickLaut Billy Corgan „die coolste Band auf dem Planeten“. Recht hat er!

Als die „American Beatles“ wurde das bis heute aktive Quartett bisweilen bezeichnet, und tatsächlich: Die anglophile Truppe bedient sich auf den 14 CDs von THE COMPLETE EPIC ALBUMS COLLECTION samt rarer EP FOUND ALL THE PARTS recht häufig der typischen Gesangsharmonien aus Liverpool. Doch Gitarrist Rick Nielsen, Schlagzeuger Bun E. Carlos, Bassist Tom Petersson und Sänger/Gitarrist Robin Zander als Pilzköpfe zu titulieren, greift dann doch ein wenig hoch. Selbst wenn Smashing Pumpkins’ Billy Corgan heute noch behauptet: „Cheap Trick were the coolest band on the planet“. Purer Lokalpatriotismus. Denn das Doppelduo aus glamouröser Attraktivität und bizarrer Skurrilität stammt ebenfalls aus Illinois. Mit Rockwurzeln der 50er, britischem Pop-Appeal der Sixties und Hard Rock der 70er überzeugt 1977 das von Jack Douglas beaufsichtigte Debüt CHEAP TRICK: Atemlos verrockt vom Auftakt ›Hot Love‹ über ›Speak Now Or Forever Hold Your Peace‹ bis hin zum finalen ›The Ballad Of TV Violence‹. ›Mandocello‹ fungiert als Breitwandpopballade. Trotz des späteren Millionenhits ›I Want You To Want Me‹ sowie der potenziellen Ohrwürmer ›Big Eyes‹, ›Clock Strikes Ten‹ und ›Southern Girls‹ erweist sich das noch im gleichen Jahr um einiges gefälliger von Tom Werman produzierte IN COLOR vorerst als Ladenhüter. Gleiches gilt 1978 auch für das fabelhafte HEAVEN TONIGHT. In himmlischen Gefilden stapelt sich Infektiöses wie ›Surrender‹, ›Auf Wiedersehen‹ und ›How Are You?‹ sowie das urige Move-Cover ›California Man‹. Als über Umwege der nur für den japanischen Markt konzipierte Konzertmitschnitt CHEAP TRICK AT BUDOKAN (hier in Doppelversion THE COMPLETE CONCERT), angeschoben von den dynamischen Auskopplungen ›I Want You To Want Me‹ und Fats-Domino-Cover ›Ain’t That A Shame‹, erst in Fernost, dann in den USA eine Lawine lostritt, gibt es kein Halten mehr: Nach Dreifachplatin in den Staaten, zeigt sich auch der Rest der Welt überzeugt. DREAM POLICE 1979 läuft inklusive Titelsong nahezu über vor kantigem Power Pop der Marke ›Way Of The World‹, ›The House Is Rockin’‹, ›I Know What I Want‹ und ›Need Your Love‹. Noch auf Augenhöhe befindet sich 1980 das von Beatles-Produzent George Martin betreute ALL SHOOK UP: ›Just Got Back‹, ›Baby Loves To Rock‹, ›Love Comes A-Tumblin’ Down‹ und ›I Love You Honey But I Hate Your Friends‹ stampfen vehement. ›Stop This Game‹, ›Everything Works If You Let It‹ und die Kuschelkissenode ›Worlds Greatest Lover‹ sorgen in Single-Form für Kaufanreize. Mit den beiden nächsten Werken, ONE ON ONE und NEXT POSITION PLEASE (siehe Vinyl-Besprechungen), stoßen Cheap Trick erst einmal an eigene Grenzen. Bassist Jon Brant ersetzt den abtrünnigen Tom Petersson auch noch, als Jack Douglas für STANDING ON THE EDGE 1985 in den Produzentensessel und das Konzept zur härteren Gangart des Debüts zurückkehrt. Doch einzig ›Little Sister‹, ›How About You‹ und ›Cover Girl‹ atmen den Geist der frühen Stunde. Noch um einiges wackeliger tönt 1986 THE DOCTOR: Synthesizer und Sequenzer flirren selbstgefällig bei ›It’s Up To You‹, ›Name Of The Game‹ und ›Good Girls Go To Heaven (Bad Girls Go Everywhere)‹ um die Wette. Fort setzt sich das Katastrophenszenario 1988 auf LAP OF LUXURY. Daran ändern weder Tom Peterssons Wiedereinstieg, noch die Überraschungsnummereins ›The Flame‹ oder die patente Version von Elvis Presleys ›Don’t Be Cruel‹ etwas. Angepasster Bombastrock mit Zuviel an Elektronik kennzeichnen auch 1990 BUSTED. Das einst so griffige Konzept ist – abgesehen von ›Rock And Roll Tonight‹ – bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

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