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Avatarium – THE GIRL WITH THE RAVEN MASK

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avatariumDer Candlemass-Chefmagier bezaubert mit neuen Tricks.

Leif Edling, mysteriöser Meister des in blutige Morgenröte getauchten, nachtumflorte Horizonte ausfüllenden Epic-Doom, vor dessen Majestät sich selbst die verschleierten Dämonensultane in den Krypten von Ught’da’ erschauernd verneigen, bezaubert unsere nichtswürdigen Lauscher einmal mehr mit einem Werk monumentaler Erhabenheit: THE GIRL WITH THE RAVEN MASK, der zweite Long­player von Avatarium, der neuen Band des Candle­mass-Kopfes, vereint deren gravitätischen Pomp mit der mystischen Wehmut der alten Uriah Heep und der mondsüchtigen und leicht skurrilen Sinnlichkeit, die manchen Songs von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood innewohnte. Avatarium, allen voran Sängerin Jennie-Ann Smith, verbreiten wie in dichten Wolken heranwälzende Weihrauchschwaden, was viele Bands heute nicht einmal mehr ansatzweise besitzen: Atmosphäre. Darüber hat Edling wieder ein paar übermächtige Hooklines gewoben, die über weite Strecken sogar mit früheren Candlemass-Großtaten mithalten können. Wie zum Beispiel die des treibenden Titeltracks, der wie ein ferner Widerhall von ›Dark Are The Veils Of Death‹ klingt. Das grandiose ›Pearls And Coffins‹. Oder auch der abgründige Album-Closer ›The Master Thief‹. Das einzige, was zumindest eingefleischte Candle­mass-Fans an diesem Album auszusetzen haben könn­­ten, ist die Tatsache, dass Messiah Marcolin wieder nicht darauf zu hören ist.

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