Review: Avatarium: AN EVENING WITH AVATARIUM

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Review: Avatarium: AN EVENING WITH AVATARIUM

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Erinnerung an bessere Zeiten

Ach, wie war das schön, als es noch Konzerte in vollgepackten Hallen gab. Von dieser Zeit sind wir aber so weit entfernt wie die deutsche Fußballnationalmannschaft von ihrem WM-Titel. Das Verlangen nach dem Livegefühl vermögen auch Avatarium nicht zu stillen. Immerhin: Die Schweden-Rocker servieren mit AN EVENING WITH AVATARIUM ihr bislang letztes Konzert, das im Januar in ihrer Heimatstadt Stockholm stattfand. Im August bot die Band den Gig im altehrwürdigen Nalen dann als Download-Video in Eigenregie an. Nun zieht die Plattenfirma nach und veröffentlicht den Auftritt in Audio-Format auf allen Streaming- und Download-Plattformen. Die Band um die Sängerin Jennie-Ann Smith zeigte sich bei ihrem Heimspiel in bester Spiellaune. Mit dem Opener ›Voices‹ und der darauffolgenden Hymne ›Rubicon‹ setzten Avatarium gleich zu Beginn Akzente.

Der musikalische Fokus des Abends lag auf dem aktuellen Longplayer THE FIRE I LONG TO, der die Grenzen zwischen Doom, Psychedelic Rock und Prog gekonnt auslotet. Weitere Highlights sind das epische ›The Fire I Long For‹ und das treibende ›Girl With The Raven Mask‹, das durch sein Hauptriff und den perfekten Refrain besticht. Nicht nur hier kommt Keyboarder Rickard Nilsson zur Geltung, der Deep-Purple-Gedächtnis-Orgelteppiche auslegt. Frontfrau Smith singt gewohnt kraftvoll und erzeugt mit ihren putzig klingenden Ansagen für Erheiterung bei jenen Hörern, die Schwedisch nicht gewöhnt sind. Der Sound ist transparent und druckvoll. Es gibt also wenig an AN EVENING WITH AVATARIUM zu nörgeln. Höchstens das Fehlen des Hits ›All I Want‹ dürfte einige Fans stören.

8 von 10 Punkten

Avatarium, AN EVENING WITH AVATARIUM, NUCLEAR BLAST/ROUGH TRADE

Text: Matthias Bossaller

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