-

Black Stone Cherry – FAMILY TREE

■

Familienwirtschaft.

Auch wenn sie keine Familie im eigentlichen Sinne sind, fußen Black Stone Cherry doch auf quasi-familiärer Zusammen-gehörigkeit. Kein einziger Beset­zungswechsel in der 17-jährigen Geschichte des Vierers spricht Bände. Gegründet in der amerikanischen Kleinstadt Edmonton in Ken­tucky, besteht das Line-up bis heute aus Chris Robertson (Gesang, Gitarre), Ben Wells (Gesang, Gitarre), John Lawhon (Bass, Ge­­sang) und John Fred Young (Schlagzeug). Youngs Vater Richard und sein Onkel Fred sind Mitglieder der absolut kultigen Country-Rock’n’Roots Band The Kentucky Head­Hunters, in deren Bungalow die Band erste Gehversuche schon während der Highschool-Zeit unternahm. Impressionen und Farbtupfer von den Vorbildern der 60- und 70er-Jahre, also von Bands wie Cream, Lynyrd Skynyrd, ZZ Top, Bad Company, Led Zeppelin, The Faces, Uriah Heep und Montrose hat das Quartett von jeher verarbeitet. ›Dancin’ In The Rain‹, ein Duett mit Gov’t Mule/Ex-All­man-Brothers-Gitarrist Warren Haynes ge­­hört zu den überzeugenden Tracks. Der ab­­schließende Titelsong ›Family Tree‹ macht sich druckvoll gut. ›Ain’t Nobody‹ startet wie Rose Tattoo, ›The Last Breath‹ mit seinen gospelartigen Chören und Gesangspassagen ist auch ausgezeichnet, das funky ›James Brown‹ kann man ebenfalls auf der Habenseite verbuchen. Das ist jedoch insgesamt zu wenig, denn wie schon auf den vorherigen Alben krankt es über die Distanz von 13 Tracks ein wenig an der Qualität der Songs, die Robert­son, wie schon beim Vorläufer KENTUCKY, in Szene gesetzt hat.

7/10

Black Stone Cherry
FAMILY TREE
MASCOT/ROUGH TRADE

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -