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Birth Of Joy – HYPER FOCUS

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Birth Of Joy Hyper Focus

Wie ein Roadtrip mit alten Kumpels.

Zwei Jahre nach GET WELL schiebt das niederländische Psychedelic-Rock-Trio seine fünfte Platte hinterher. Während der Vorgänger mit progressiven Ein­flüssen überraschte, setzt HYPER FO­­CUS mit dem gleichnamigen Track hier zwar erneut an, wobei aber Elemente des grandiosen 2014er-Longplayers PRISONER überwiegen. Die Bass ersetzende Hammond-Orgel rückt deutlicher in den Vordergrund. So schwirren The Doors, Vorbilder von Birth Of Joy, auf den meisten Tracks herum (›You Are Many‹, ›Forenoon‹, ›Poor Duffy‹) und gesellen sich zu Deep Purple (›Join The Game‹, ›Sell Out‹). Was den Jungs auch auf diesem Album gelingt: Nicht wie ein Abklatsch einer Band der 60er und 70er zu klingen. Denn jedes Mal, wenn man denkt: „Ah klar, das ist doch…“, gibt’s einen auf den Deckel und Sänger Kevin Stunnenberg, Schlagzeuger Bob Hogenelst und Organist Gertjan Gutman schlagen einen anderen Weg ein. Der führt mal in die Welt des Rock’n’Roll und Stoner Rock (›Let It Slide‹), um dann mit Posaunen und rein instrumentalen Stücken (›I‹, ›II‹ und ›III‹) Ruhe ins große Ganze zu bringen. Insgesamt wirkt HYPER FOCUS wie der wiederholte Roadtrip in einem verlebten Ford mit alten Kumpels und jeder Menge Spaß im Gepäck. Und genau das will man nach den ersten Durchläufen sofort live erleben. Zum Glück kommen die Jungs dieses Jahr nach Deutschland, um uns mit ihren pulsierenden Shows zu beglücken.

7/10

Birth Of Joy
HYPER FOCUS
GLITTERHOUSE

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