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Der dunkle Turm

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Es gibt nur wenige Buchreihen – speziell unter jenen, die noch nicht optioniert und adaptiert sind –, die eine größere und loyalere Fangefolgschaft um sich scharen als Stephen Kings „Der dunkle Turm“-Reihe. Neun Ro­­mane erschienen in der gerne als Kings magnum opus gefeierten Melange aus Western, Fantasy und klassischen Legenden. Sie böten auf 4.250 Seiten eigentlich genug Stoff für eine besonders epische (und wahrscheinlich auch besonders teure) High- End-Serie. Leider ging in der langjährigen Entwick­lungsphase der Filmversion irgendetwas gehörig schief, denn der dänische Regisseur Nikolaj Arcel hat die undankbare Aufgabe erhalten ein Drehbuch zu adaptieren, das wirkt, als hätte ein ADHS-Kind im Zuckerrausch nacheinander „Herr der Ringe“, „Matrix“ und „The Wild Bunch“ geguckt, alles im Kopf zu einer halbgaren Story-Mischung vermengt und dann einen gegen alle Wahrscheinlichkeit er­­staunlich mauen Erlebnisaufsatz daraus gemacht. Denn wenn es einem Film gelingt, dass selbst Obercharmeur Idris Elba so fade wie ein Liter abgestandener Cola wirkt, wird klar, wie sehr „The Dark Tower“ hinter den Erwartungen zurück bleibt.

4/10

Der dunkle Turm
Sony

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