Live: Australian Pink Floyd Show

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Live: Australian Pink Floyd Show

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Eine grandios gute Kopie, fast so gut wie das Original

Alle Jahre wieder beehrt uns die Australian Pink Floyd Show mit einer ausgedehnten Konzertreise durch die Republik. Doch das soll hier nun auf keinen Fall als negative Kritik verstanden werden. Denn die Australier, die wohl die beste Pink Floyd-Tribute-Band des Planeten sind, warten mit einer neuen und im Vergelich zum letzten Jahr sogar noch beeindruckenderen Show auf und bieten wie immer die perfekte Möglichkeit, Pink Floyd auf der Bühne zu erleben – nur ohne Pink Floyd.

Die Australian Pink Floyd Show lebt – wie es ihr Name schon trefflich beschreibt – vor allem durch ihre grandiose Show mit sagenhaften Licht-Effekten, Laserkriegen und Videos. Um sich diese wahrhaft außergewöhnliche Bühnenshow besser vorstellen zu können, gibt es zu Beginn des Abends die Möglichkeit für jeden Besucher, die Bretter selbst einmal zu besteigen und sich alles einmal aus der Nähe anzusehen. Doch zu lange kann man auf der Bühne selbst nicht verweilen, denn die Australier stehen schon in den Startlöchern. Nachdem jeder Besucher (die Halle ist zum Bersten voll) von einem freundlichen Anweiser an seinen Sitzplatz geführt wurde, geht es auch schon los.

Zu Beginn erläuchtet ein greller Lichtblitz die Halle. Die Band beginnt ihr Set mit ›In The Flesh‹ aus Pink Floyds 1979er Klassiker THE WALL. Es folgen ›Take It Back‹ und ›Sorrow‹. Dabei bekommen auch die Zuschauer etwas zu sehen, die ein bisschen weiter hinten sitzen. Denn die einzelnen Musiker werden während des ganzen Auftritts gefilmt und auf großen Leinwänden gezeigt. Wie bei Pink Floyd selbst dröhnen plötzlich Hubschruabergräusche durch die Boxen. Ein Suchscheinwerfer durchforstet das etwas überraschte Publikum. Die Einleitung zu ›The Happiest Days Of Our Live‹ (ebenfalls von THE WALL) ist mehr als gelungen.

Das Charmanteste an der Australian Pink Floyd Show ist ihre große Liebe zum Detail. Auf der riesigen Leinwand im Hintergrund laufen oft die Originalvideos der Songs. Und Humor beweisen die Australier auch noch: So erscheint gegen Ende des Abends ein übergroßes Känguru auf der Bühne, das – ganz von der Musik hingerissen – wie wild auf und ab hoppst.

Die Leute hat die Band schon lange auf ihrer Seite, so dass es nicht verwundert, dass die „Zugabe“-Rufe immer lauter werden und der Jubel groß ist, als schließlich noch ein aufgeblasenes Schwein auf der Bühne erscheint. Die Leute sind begeistert und freuen sich schon auf nächstes Jahr, wenn es wieder weitergeht.

Kathrin Müller

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