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Will Stratton – GRAY LODGE WISDOM

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Stratton, WillLeidgeprüfter New Yorker Folkie auf Nick Drakes Spuren.

Letzten Sommer kamen New Yorker Musikerkollegen zusammen, um mit der Benefiz-Compilation IF YOU WAIT LONG ENOUGH Geld für die Behandlung von Will Strattons Krebserkrankung aufzubringen. Inzwischen hat sich der bärtige Singer/Songwriter aus Brooklyn zum Glück wieder berappelt und kann auf seinem handgemachten, aber nie rustikal klingenden fünften Album selbst in Songform von seinem Leidensweg erzählen. Doch trotz Zeilen wie „Why sing about death when I just almost died?/Why sing about life when I’m still alive?“ versinkt er dabei nie in Depressionen. Lieber entführt er uns nach Big Sur in Kalifornien oder ins Hudson River Valley im Norden des Staates New York, erinnert aber mit seinen behutsamen, oft nur wie hingetupft wirkenden Fingerpicking-Liedern eher an die britischen Folkies der 70er-Jahre, allen voran an Melancholie-Großmeister Nick Drake. Dessen Intensität erreicht Stratton auf GRAY LODGE WISDOM trotz stilvoller Streicherbegleitung zwar nicht vollends, dennoch weiß er mit dieser Gratwanderung zwischen Unaufdring-lichkeit und Eindringlichkeit durchaus zu gefallen.

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