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Bruce Dickinson: THE MANDRAKE PROJECT

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Ganz großes Kino von Bruce Dickinson und Roy-Z!

THE MANDRAKE PROJECT ist das siebte Soloalbum von Bruce Dickinson und erscheint 19 Jahre und vier Maiden-Platten nach seinem letzten Alleingang TYRANNY OF SOULS. Mit an Bord ist wieder sein treuer musikalischer Gefolgsmann Roy-Z. Laut Schöpfer selbst handle es sich nicht um ein Konzeptalbum, das die Story der zugehörigen Comic-Reihe genau nacherzählt. Viel mehr gehe es um Macht, Missbrauch, Identität, Leben und Tod, verpackt in Mythologie, Sci-Fi und ein bisschen William Blake. Eröffnet wird mit ›Afterglow Of Ragnarok‹, dessen ominöses Anfangsgeplänkel sich in einem modernen Metalriff auflöst und im Chorus auf eingängigen Goth Rock umschwenkt. Im Video zum Song wird Dr. Necropolis vorgestellt, eine der Hauptfiguren aus den Comics. Das folgende ›Many Doors To Hell‹ bleibt in dieser Schiene und erinnert mit seiner stampfenden Kick und dem tanzbaren Riff an Songs wie ›Dance Macabre‹ von Ghost. Danach verweben Dickinson und Roy-Z in ›Rain On The Graves‹ protometallischen Heavy Rock mit bombastischer Horror-Orgelei und irrem Bösewichtgelächter. ›Resurrection Men‹ dann erweist sich als schwerer, düsterer Southern Rock, wie ihn Dickinson und Smith schon in Maidens ›The Writing On The Wall‹ von SENJUTSU präsentierten – hier mit Western-Outro und knarzig-doomigem Sabbath-Zwischenteil. Ein für Maiden-Fans besonders spannender Track ist ›Eternity Has Failed‹, ein Song, den Dickinson schon vor Jahren geschrieben und dann für den Opener ›If Eternity Should Fail‹ von BOOK OF SOULS abgetreten hat. Seine Version, eingeleitet von Klapperschlangen, Regenmacher und Panflöte, kann zum perfekten Vergleich in direktem Wechselspiel mit der Maiden-Adaption genossen werden. Wenn es auf dieser ausgezeichneten, dramatischen, aufregend arrangierten, abwechslungsreichen Platte von Gesangswunder Bruce Dickinson einen Durchhänger gibt, dann das etwas fade geratene ›Face In The Mirror‹ – nicht etwa, weil der Track ruhig ist, sondern weil der omnipräsente Refrain nicht ganz mit dem Rest mithalten kann. Im abschließenden knapp zehnminütigen Epos ›Sonata (Immortal Beloved)‹ ziehen Dickinson und Roy-Z nochmal alle Register. Chapeau, die Herren!

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Bruce Dickinson/THE MANDRAKE PROJECT/BMG RECORDS

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