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Tony Joe White – SMOKE FROM THE CHIMNEY

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Ist das ein Album oder kann das weg?

Gewagt, gewagt! Stellt euch vor, ihr seid ein prominenter Musiker und verehrt einen Südstaaten-Altstar. Ihr seid in der Position, ihn zu fragen, ob er ein gemeinsames Swamp-Rock-Album mit euch machen möchte, der Altstar lehnt aber ab. Der Altstar stirbt. Sein Sohn hat im Fundus des Vaters einige bisher unentdeckte Rohversionen gefunden und fragt dich, ob du derjenige sein willst, der daraus posthum ein Album fertiginstrumentiert und -produziert. So erging es Dan Auerbach (Black Keys). Tony Joes Sohn und Manager Jody sagte zu Auerbach, der Grund für die fortwährende Verweigerungshaltung seines Vaters sei wohl gewesen, dass dieser prinzipiell immer alleine im Studio arbeiten wollte. Wie die Sache ausging, hören wir auf SMOKE FROM THE CHIMNEY, dessen Titelsong und Opener der erste Song war, den Jody fand. Als Ausgangsmaterial dienten lediglich Tony Joes bärige Stimme und seine Stratocaster, woraus Auerbach mit prominenten Studiomusikern in Nashville schließlich seine Version eines nie veröffentlichten Spätwerks schuf.

Man kennt Tony Joe White als Southern Singer und Songwriter vielleicht von dem groovigen Titel ›Polk Salad Annie‹ (den auch Elvis coverte) oder von ›Rainy Night In Georgia‹, der später durch Brook Benson populär wurde. Fazit: Auerbach und Jody haben vieles richtig gemacht, das Album klingt, als hätte es White in diesen Tagen erst aufgenommen – entspannter Cajun-Sound, den man vor allem abends in aller Ruhe genießen sollte.

7 von 10 Punkten

Tony Joe White, SMOKE FROM THE CHIMNEY, EASY EYE SOUND-CONCORD/IN-AKUSTIK

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