Was macht eigentlich: Linda Ronstadt?

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Was macht eigentlich: Linda Ronstadt?

In einem Interview vom letzten Jahr meinte Linda Ronstadt, dass sie fast ununterbrochen singen würde, was aber oft niemand hören könne. „Ich kann immer noch in meinem Kopf singen“, verriet sie dem Online- Entertainment-Portal Showbiz Cheat Sheet. Erstmalig erklang die Stimme der heute 75-Jährigen bei ihrer Geburt am 15. Juli 1946 in Tucson, Arizona. Professionell zu singen begann sie Mitte der 60er und sorgte mit Auftritten mit The Stone Ponys im Folk-Club The Troubadour in West Hollywood und mit ›Different Drum‹ erstmals für Aufmerksamkeit. 1970 folgte mit Country-Rock und ›Long Long Time‹ ein Solohit. Nach weiteren Erfolgen und dem dritten Soloalbum mit den späteren Eagles-Mitgliedern Don Henley, Glenn Frey, Bernie Leadon und Randy Meisner, die Ronstadt auch live begleiteten, wurde sie endgültig zur weiblichen Stimme und zum Aushängeschild des Folk-Rock. In den 70ern war Ronstadt mit Platten und Cover-Hits wie ›Tumbling Dice‹ der Rolling Stones und Warren Zevons ›Poor Pitiful Me‹ der Star schlechthin.


Nicht zu vergessen Roy Orbisons ›Blue Bayou‹ vom Chartbreaker SIMPLE DREAMS. Auch mit Ausflügen in Big-Band- oder mexikanische Volksmusik-Gefilde räumte sie in der Folgezeit ab. 1987 veröffentlichte Ronstadt
zusammen mit Emmylou Harris und Dolly Parton die All-Star-Platte TRIO, die Fortsetzung folgte 1999. 1992 gab es für FRENESI mit lateinamerikanischen Standards einen Grammy in der Kategor ie „Best Tropical Latin Album“. Einer von insgesamt zehn, die Ronstadt im Laufe ihrer Karriere verliehen wurden, darunter gleich zwei für das „Best Mexican-American Album“. Während die 80er unter anderem durch das Duett ›Don’t Know Much‹ mit Aaron Neville eher poppig geprägt waren, gab sich Ronstadt danach wieder folkloristisch. Und mit HUMMIN TO MYSELF folgte 2004 sogar ein Ausflug in den Jazz. Die 00er brachten Auszeichnungen wie 2006 den ALMA Award der Hispanic-American Artistic Community, einen „Life Time Achievement“-Latin Grammy und 2013 die
Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. Im selben Jahr erschien die Autobiografie „Simple Dreams, A Musical Memoir“.

Ihr letztes Konzert in San Antonio, Texas, lag da bereits vier Jahre zurück, da ihr aufgrund einer fortschreitenden PSP-Erkrankung, einer Form von Parkinson, das Singen nicht mehr möglich ist. Dennoch war sie bis 2018 live mit ihrem One-Woman-Storytelling-Format „A Conversation with Linda Ronstadt“ unterwegs. Anfang 2019 veröffentlichte Rhino LINDA RONSTADT – LIVE IN HOLLYWOOD, ihr erstes und einziges Konzertalbum, aufgenommen am 24. April 1980. In letzter Zeit hört man außer in Interviews wie dem eingangs erwähnten wenig von der Künstlerin. Laut ihrer Homepage wird sie aber weiterhin im Beirat von Los Cenzontles mitarbeiten, einer Akademie in der kalifornischen East Bay, die sich dem Erhalt des mexikanischen Erbes widmet

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