V.A. – VAMPS ET VAMPIRE – THE SONGS OF SERGE GAINSBOURG

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V.A. – VAMPS ET VAMPIRE – THE SONGS OF SERGE GAINSBOURG

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Various - Vamps et VampireSerge und die holde Damenwelt: 25 Songperlen aus drei Jahrzehnten.

Berufen fühlte sich Serge Gains-bourg in seinen rasanten 63 Jahren irdischer Existenz zu Vielerlei. Unter anderem als Chansonnier, Komponist, Schauspieler, Dreh-buchautor, Regisseur, Buchautor, Moderator, Modemacher, Maler, Zigarettenraucher und Trinker reüssierte der Sohn russisch-jüdischer Einwanderer. Nicht zu vergessen die Damenwelt, die dem immens Produktiven mit stets unrasierter, mürrischer Visage, reihenweise zu Füßen lag. Nichts unversucht ließ Gainsbourg, der Öffentlichkeit vor den Kopf zu stoßen, wenn er etwa im TV eine Journalistin als Nutte bezeichnete, bündelweise 100 Francscheine verbrannte oder aber die blutjunge Whitney Houston anzüglich anging. Seine unbändige Faszination fürs andere Geschlecht diente ab den frühen 60er Jahren auch als Antrieb, Songs an die holde Weiblichkeit zu verteilen. VAMPS ET VAMPIRE – THE SONGS OF SERGE GAINSBOURG sammelt 25 ausgesuchte Songperlen der Jahre 1961 bis 1993: Brigitte Bardots vermeintlich ungezügelte Faszination für das Kultmotorrad ›Harley Davidson‹ provoziert 1967 mit einem Clip der französischen Filmikone in hautengem Lederdress. Bardots zweiter Beitrag, die Alien-Hymne ›Contact‹, gestaltet sich noch schriller. Francoise Hardys an die Tanzinstinkte appellierendes ›Comment Te Dire Adieu‹ wie auch das balladeske ›L’Anamour‹ von 1968 umflort schlicht Zeitlosig-keit. France Gall ließ sich von Gainsbourg ihren Siegertitel ›Poupée De Cire, Poupée De Son‹ für den Grand Prix 1965 maßschneidern – wohlgemerkt nicht als Kandidatin für Frankreich, sondern für Luxemburg. Als das noch minderjährige Mademoiselle Gall ein Jahr später das schwül barocke ›Les Sucettes‹ mit Kleinmädchenstimme präsentierte, ahnte es nicht, dass sich hinter vermeintlich lieblichen Worten eine Oral-Sex-Hymne versteckte. Gestreng untersagte Papa Gall seinem Töchterlein den Umgang mit Unhold Gainsbourg. Juliet Gréco hakt lasziv eindringlich ›La Javanaise‹ und ›Strip-Tease‹ ab – letzterer Song existiert in einer noch intensiveren Fassung von Nico, fand aber leider keine Berücksichtigung. Marianne Faithfull glänzt mit noch glockenhellem Timbre in ›Hier Ou Demain‹. Nicht fehlen darf Lebens-abschnittsgefährtin Jane Birkin mit rotplüschigem Selbstporträt ›Jane B‹ und dem ein wenig angestaubten ›Con C’Est Con Ces Conséquences‹. Tochter Charlotte Gainsbourg serviert eindeutig Zweideutiges in Form von ›Elastique‹. Vanessa Paradis sorgt 1990 mit hypnotisch verrocktem ›Tandem‹ schließlich für einen späten Höhepunkt in Gainsbourgs Œuvre.

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