The Quill – In Blut und Schweiß geschrieben

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The Quill – In Blut und Schweiß geschrieben

The QuillSeit Anfang der neunziger Jahre haben sich The Quill zu einer der größten und bedeutendsten Stoner-Rock-Formationen Skandinaviens entwickelt. Nach einigen Besetzungswechseln in den vergangenen Jahren, können sie auf TIGER BLOOD die Rückkehr ihres ersten Bassisten Roger Nielsson feiern. Im Interview mit CLASSIC ROCK gab Magnus Arnar, The Quill-Sänger seit 2010 und derzeit einziges nicht-Gründungsmitglied in der Band, ganz frontmännisch Auskunft zum neuen Album.

„Sieben Jahre lang war Roger jetzt nicht dabei. Bis April hatten wir ja einen Bassisten. Dann wurde die Stelle frei und jetzt ist Herr Nielsson zurück. Ich glaube, er fühlte sich von all dem Ruhm und Reichtum angezogen, die mit diesem Job einhergehen“, meint Arnar lachend. Was auch immer die wahren Gründe waren, die Heimkehr des einst verlorenen Sohnes scheint dem Bandgefüge jedenfalls gut getan zu haben: „TIGER BLOOD ist das wohl vielfältigste, kommerziellste und zugleich interessanteste Album, das die Band je produziert hat“, so Magnus Arnar über die scheinbar gar nicht so verflixte siebte Studioarbeit von The Quill. „Naja, ganz so reibungslos lief es doch nicht,“ weiß Arnar zu berichten. Nicht ganz freiwillig mussten die vier Schweden ihre neuen Songs in kürzester Zeit aufnehmen: „Das war der straffste Zeitplan, den wir jemals einzuhalten hatten. Unsere Plattenfirma bat uns um einen Nachfolger zu unserem letzten Album FULL CIRCLE und gab uns für die Abgabe eine Deadline. Am Ende hatte ich acht Tage, um alle Gesangsspuren fertig zu bekommen. Das war eine verrückte Zeit! Wie wir das geschafft haben? Mit purer Entschlossenheit! Trotzdem hoffe ich, dass wir so etwas nie mehr erleben müssen.“

Wie schon bei FULL CIRCLE sei laut Arnar erneut Produzent Petter Diamant eine große Hilfe gewesen: „Mit ihm zu arbeiten gibt mir immer eine besondere Sicherheit. Er sprüht nur so vor Ideen und kreativem Output. Petter ist ein zusätzliches Zahnrad in unserer musikalischen Maschinerie.“ Mit dem Ergebnis können The Quill durchaus zufrieden sein, denn was sie hier in aller Schnelle geschafft haben, eröffnet ein für The Quill ganz neues stilistisches Spektrum. „Ich würde sagen, der Hörer bekommt nun von Britrock, 60s Soul, R‘n‘B, modernem Rock bis zu Heavy Metal alles geboten. Das Ganze haben wir natürlich noch mit dem unverkennbaren The-Quill-Sound garniert. Und bitte sehr, da habt ihr TIGER BLOOD“, erklärt Arnar stolz.

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