The Alan Parsons Project – THE COMPLETE ALBUMS COLLECTION

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The Alan Parsons Project – THE COMPLETE ALBUMS COLLECTION

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APP-Coffret-1024x913Von Edgar Allan Poe bis Antoni Gaudi: Parsons Konzeptwerke als Elf-CD-Box.

Schon in jungen Jahren galt der Brite Alan Parsons als innovativer Tontechniker in den Londoner EMI Studios. Mit 21 Jahren lenkte er ABBEY ROAD von den Beatles, vier Jahre später Pink Floyds THE DARK SIDE OF THE MOON. Mit Texter, Sänger und Keyboarder Eric Woolfson, den Parsons 1974 zufällig in der Studiokantine kennen lernte, formte er eine enge Kooperation, die sich nach zweijährigem Basteln vor allem in Deutschland ungeheurer Beliebtheit erfreute: TALES OF MYSTERY AND IMAGINATION vertont mit zahllosen Gästen (u.a. Orson Welles, Leonard Whiting, Arthur Brown, John Miles, Terry Sylvester, Ambrosia, Pilot) opulent sinfonisch Spuk-Werke des Gothic-Novels-Autors Edgar Allan Poe. Vor allem Browns ›The Tell-Tale Heart‹ und Whitings ›The Raven‹ mit Parsons Vocoder-Beitrag finden Gefallen. Ohne Mr. Poes Poesie legt I ROBOT 1977 nach und erntet auf Anhieb Platinstatus in den USA: Isaac Asimovs gleichnamige Novellen-Trilogie dient als Leitfaden. Weniger schwülstig als der Vorgänger und mitunter sogar richtig funky (›The Voice‹ mit Steve Harley), wirken als Gesangsgäste u.a. Allan Clarke, Peter Straker, Jack Harris und Dave Townsend mit. Nomen est omen: PYRAMID nimmt 1978 die ägyptische Antike, aber auch die angeblich übersinnlichen Aspekte der Pharaonengräber als thematischen Schwerpunkt. Als Hits lassen ›Voyager/What Goes Up…‹ mit Pilot-Vokalist David Paton, ›Pyramania‹ mit Jack Harris und das Instrumental ›Hyper-Gamma-Spaces‹ grüßen. Ex-Zombie Colin Blunstone gibt seinen Einstand auf ›The Eagle Will Rise Again‹. Ein regelrechter Kult entwickelt sich 1979 hierzulande um EVE – erste Nummer-eins-Platzierung, der drei weitere folgen: ›Lucifer‹ hypnotisiert zwar, doch mitunter klingt das Material zu melodramatisch, schlicht kitschig oder gar seicht. Für TURN OF A FRIENDLY CARD gräbt Parsons Kult-Stimme Elmer Gantry (Velvet Opera, Stretch) aus, der ›May Be A Price To Pay‹ veredelt. Auch ›Games People Play‹, die Ennio-Morricone-Hommage ›The Gold Bug‹ und die mehrteilig ineinander überblendende Suite des Titelsongs zünden zünftig. EYE IN THE SKY mit Horus-Auge als Cover fährt im identischen Schema des Vorgängers. Beschäftigt als Vokalisten die üblichen Verdächtigen (u.a. Paton, Gantry). ›Psychobabble‹ mit Dave Terry am Mikrofon und das Instrumental ›Mammagamma‹ ragen heraus. Colin Blunstone liefert die melancholische Sinfonie ›Old And Wise‹. AMMONIA AVENUE zeigt sich 1984 dominiert von Elektronik: Eric Woolfson liefert das famose ›One Good Reason‹ und die Phil-Spector-Reverenz ›Don’t Answer Me‹. Auf Club getrimmt präsentiert sich ›You Don’t Believe‹. Viel Seichtes, wenig Überraschendes offeriert VULTURE CULTURE noch im gleichen Jahr. Letztmalig erobern Parsons und Co. in Deutschland die Pole Position. Auf STEREOTOMY droht elektronische Künstlichkeit Überhand zu nehmen. Immerhin entfaltet Procol-Harum-Frontmann Gary Brooker auf ›Limelight‹ sein unnachahmliches Flair. ›Where’s The Walrus?‹ zielt einmal mehr auf die Clubs. GAUDI widmet sich der Kunst des gleichnamigen katalanischen Architekten und dessen berühmtem Bauwerk ›La Sagrada Familia‹ – doch das Konzept Parsons wirkt längst überstrapaziert. Von 1979 stammt das bis dato unveröffentlicht gebliebene THE SICILIAN DEFENCE: Ein weitgehend instrumentales und meditatives Werk zwischen Tangerine Dream, Ludovico Einaudi und Soundtrack. Gemessen am Spätwerk Parsons in der zweiten Hälfte der 80er Jahre ein wahres Juwel.

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