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Tedeschi Trucks Band: Da war noch Benzin im Tank

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Tedeschi Trucks Band: Da war noch Benzin im Tank

Eigentlich eine irrwitzige Idee, das komplette Derek-&-The-Dominos-Album LAYLA AND OTHER ASSORTED LOVE SONGS live aufzuführen – und dann noch als Livealbum herauszubringen. Nicht jedoch für die Tedeschi Trucks Band. Für die ist es eine logische Sache.

Warum? Aus zwei guten Gründen: Zum einen kam Sängerin und Gitarristin Susan Tedeschi just an jenem Tag zur Welt, als auch LAYLA AND OTHER ASSORTED LOVE SONGS veröffentlicht wurde. Zum anderen, weil Derek Trucks, ihr Mann und Co-Bandleader, seinen Namen der glühenden Verehrung jenes Albums von Derek & The Dominos seitens seiner Eltern verdankt. Ist da also Magie im Spiel? „Ich denke schon“, sagt der wie immer völlig entspannte Derek Trucks im Video-Call, „schließlich sind diese Zufälle doch irgendwie unfassbar. Dieses Album gehört zu meiner und Susans Biografie.“

Dennoch musste erst eine Anfrage nach einem gemeinsamen Gig von dem nicht minder begabten Gitarristen Trey Anastasio kommen, um den Stein ins Rollen und LAYLA AND OTHER ASSORTED LOVE SONGS live auf die Bühne zu bringen. „Wir haben uns mit Trey unterhalten, was wir bei dem Auftritt beim Lockin’-Festival gemeinsam spielen könnten. Zunächst wollten wir Songs aus seinem und unserem Katalog spielen, doch das war’s irgendwie nicht. Irgendwann kam mir die Musik von Derek & The Dominos in den Sinn.“ Sowohl Susan als auch Trey seien sofort Feuer und Flamme gewesen. Zumal Trey Anastasio bereits mit Eric Clapton gearbeitet hat und, so Derek, sehr von dessen Spielweise beeinflusst sei. Darüber hinaus bringe er als Sänger eine ähnliche Verletzlichkeit wie Eric aka Derek mit. Für den prä-Corona-Auftritt beim Lockin’-Festival am 24. August 2019 hatten die Band und Gaststar Anastasio einen vollen Tag für Proben angesetzt. Mehr nicht? „Jeder war top vorbereitet, jeder kannte die Songs. Das hat gereicht“, lächelt Derek in die Kamera. Das passt zu ihm, zur Band, zur lässigen Hippie-Philosophie des großartigen Blues-Acts. Dazu passt natürlich auch, dass man sich nicht penibel an den Vorgaben der zu covernden Songs hält, sondern sich gewisse Freiheiten gestattet. Freiheiten, die sich schon mal in mehrere Minuten langen Gitarrensoli und sessionhafter Zügellosigkeit äußern können.

„Das ist das Schöne an dieser Band“, sagt Derek Trucks, im Garten seines Hauses herumwandernd in die Handy-Kamera, „wir haben diese Chemie untereinander, wir sind auf der gleichen Wellenlänge. Wenn wir in Form sind, wenn alles passt, dann spielt sich die Musik fast von selbst. Du hörst auf zu denken, du fühlst nur noch, wie sich die Energie aufbaut. Irgendwann kommt man natürlich an den Punkt, an dem man sich fragt: Ist noch Benzin im Tank? Und an diesem Abend hatten wir jede Menge Treibstoff getankt.“ Allemal genügend Sprit, um aus den eher kurzen Vorlagen von ›Keep On Growing‹, ›Anyday‹, ›Layla‹ und ›Why Does Love Got To Be So Sad‹ bis zu 13-minütige Blues- und Southern-Rock-Epen zu machen. Es sei eben eine inspirierende Nacht gewesen, sagt Derek. Vermutlich nicht nur für die wie in Trance spielenden Musiker, sondern auch für das Publikum.

Immerhin saß seitlich zur Bühne der vielleicht größte Kenner und Liebhaber des hier interpretierten Songmaterials: Dereks Vater Chris Trucks. „Er ist drei Stunden vor Showtime da gewesen, um sich den bestmöglichen Platz zu sichern. Nach der Show bin ich zu ihm hin und habe ihm nur in die Augen gesehen: Er hat geweint vor Glück. Ein größeres Kompliment hätte er mir nicht machen können.“

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