Reviews: Dar Williams

-

Reviews: Dar Williams

- Advertisment -

IN THE TIME OF GODS

Ambitioniert, sperrig, kurz.

Für Album neun hat sich Singer-Songwriterin Dar Williams ein besonderes Konzept ausge- dacht: Anhand verschiedener Geschichten der griechischen Mythologie übt die 45-Jährige auf IN THE TIME OF GODS Kritik an sozialen, ökologischen und politischen Missständen der Gegenwart und thematisiert (familiäre) Beziehungen: ›You Will Ride With Me Tonight‹ beruft sich beispielsweise auf Hermes, ›I Will Free Myself‹ auf Dionysos, ›The Light And The Sea‹ auf Poseidon. Musikalisch bilden zarte Akustikgitarren, Klavier- Anschläge, Besenrhythmen und Williams’ ausdrucksstarke Stimme verträumte Warmherzigkeit. Da sich die New Yorkerin vorrangig an traditionellen Folk-Wurzeln und ihren Neunziger-Veröffentlichungen orientiert, verlangt IN THE TIME OF GODS zur Erschließung allerdings mehr Hördurchgänge als die jüngsten Vorgänger: Lediglich das flottere ›Summer Child‹ knüpft halbwegs an das von stärkeren Widerhaken zusammengehalte PROMISED LAND (2008) an. An mehrfachem Betätigen der „Play“-Taste führt ohnehin kein Weg vorbei, denn die zehn Lieder erreichen gerade einmal eine Spielzeit von 33 Minuten.

 

Vorheriger ArtikelReviews: U.D.O
Nächster ArtikelReviews: Jack White

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Blackberry Smoke: Tourverschiebung auf 2023

Eigentlich wollten Blackberry Smoke mit ihrem neuen Album YOU HEAR GEORGIA im Gepäck bereits im Februar 2022 durch Deutschland...

Steve Earle: Lieder vom verlorenen Sohn

Kann es einen traurigeren Anlass für ein Platte geben? Mit J.T. erhalten die Lieder des im August verstorbenen Songwriters...

Mick Taylor: Ein ruhender Stein

Mick Taylor war Mitglied der Rolling Stones zu deren prächtigster Blütezeit. Kollege Slash erklärt die Besonderheit seines oftmals unterbewerteten...

Video der Woche: The Ronettes ›Be My Baby‹

Heute vor einem Jahr verstarb Produzentenlegende und Schöpfer des Ronettes-Hits ›Be My Baby‹ Phil Spector im Alter von 81...
- Werbung -

Judas Priest: Live nur noch zu viert?

Als 2018 bekannt wurde, dass Glenn Tipton aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung kein fester Bestandteil von Judas Priests Live-Line-Up mehr sein...

Saxon: CARPE DIEM

Edelmetall zum 45. Saxon-Jubiläum Knappe elf Monate nach der Coverscheibe INSPIRATIONS (2021) steht mit CARPE DIEM bereits der heißerwartete Nachfolger...

Pflichtlektüre

Wishbone Ash: München, Freiheiz

Zweistündiges Dejavu ihrer glorreichen Zeiten. Alle Jahre wieder“ ist der...

Peter Gabriel: Hört den von Muhammad Ali inspirierten neuen Track ›I’m Amazing‹

Mit ›I'm Amazing‹ veröffentlicht Peter Gabriel erstmals seit drei...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen