Review: Suzi Quatro – NO CONTROL

Suzi Quatro NO CONTROL
Suzi kann(s) noch!

Suzi Quatro hat alles unter Kontrolle, heute mit 68 vielleicht mehr als je zuvor. In Kollaboration mit ihrem Sohn hat das 150 Zentimeter kleine Energiebündel elf Songs aufgenommen, die erfreulicherweise überraschend gut geraten sind. Das überraschend bezieht sich hierbei nicht auf Frau Quatro persönlich, sondern eher auf das mulmige Gefühl, das einen manchmal beim ersten Abspielen eines neuen Albums einer alteingesessenen Ikone beschleicht: Oftmals schwingt hierbei dann doch eine gewisse Angst mit. Die Angst davor, sich eingestehen zu müssen, dass die alten Herren oder Damen ihre verbleibenden Tage vielleicht lieber bei Limonade auf der Veranda zubringen sollten statt im Studio. (Mir graut jetzt schon vor der neuen AC/DC-LP.) Aber davon kann auf NO CON­TROL keine Rede sein: Großzügig eingesetzte Orgelparts lassen die Platte rund und warm klingen, Suzi glänzt mit echten Rockern wie ›No Soul/No Con­trol‹ und dem selbstbewussten ›Macho Man‹, vielen angenehmen Blues-Stücken á la ›Going Home‹, dem ›Going Down Blues‹ oder dem Boogie-lastigen ›Easy Prickings‹ sowie mit einem Song, der über vier Mi­­nuten lang Suzis Herzensinstrument in den Vorder­grund stellt. Auf Tracks wie ›Heavy Duty‹ sorgen zudem Bläser für Pep und verleihen auch dem Titel ›Strings‹ einen souligen Bigband-Anstrich. Chapeau, Suzi.

7/10

Suzi Quatro
NO CONTROL
STEAMHAMMER/SPV

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