Review: Wytch Hazel – PRELUDE

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Review: Wytch Hazel – PRELUDE

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wytch hazelVintagerock im Copy-and-Paste-Verfahren.

Die Vintage-Mode bringt die 70er Jahre zurück. Lange Haare und Koteletten, Bonanzaräder und Flokatiteppiche, Lavalampen und breite Gürtel. Wenn die Frauen auf den Rockkonzerten plötzlich wieder wie Katja Ebstein zu ›Wunder gibt es immer wieder‹-Zeiten aussehen, ist die Zeitmaschine richtig justiert worden. Keine Frage: Wytch Hazel sind die optimale Besetzung für das jährlich stattfindende Roadburn Festival im holländischen Tilburg. Sie stammen aus der Grafschaft Lancashire im Nordwesten Englands, einer Gegend, wo die Schafe noch tagtäglich im saftigen Grün weiden. Bandgründer Colin Hendra, der gleichzeitig für Gesang und Gitarre zuständig ist, ist jedoch kein Provinzfürst. Nein, von Hause aus ist er beinharter Proto-Metal-Fan. Seine Vorlieben hat er für dieses Album schön durcheinander gemengt: Hier trifft der Schmelz von Jethro Tull auf das Pathos von Pagan Altar. Dazu paaren sich Zitate von Angel Witch, Wishbone Ash, Ufo und Uriah Heep fast wie im Copy-and-Paste-Verfahren. Früher studierte Hendra an der Hochschule klassisches Piano, sang im Schulchor und stand sowohl auf Kirchenmusik als auch auf mittelalterliche Tänze. Das klingt kauzig, macht aber verständlich, warum die Lagerfeuer-Ballade ›Psalm‹ mit ihren sirrenden Gitarrenharmonien so klingt wie sie klingt.

Wytch Hazel
PRELUDE
BAD OMEN RECORDS
7/10

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