Review: The Teskey Brothers – RUN HOME SLOW

Teskey Brothers Run Home Slow

Die Vergangenheit glänzt

Wie großartig die Ära des Southern Soul mit ihren Zentren Memphis (Stax) und New York (Atlantic) wirklich war, wird angesichts dieses Albums einmal mehr deutlich. 60er-Jahre-Soul und Rhythm and Blues ist, was Wirkung und Wumms anbelangt, eine so verflixt zeitlose Angelegenheit, dass auch eine aktuelle Band damit zeitgemäß klingen kann. Dabei, und das ist wichtig zu erwähnen, sind The Teskey Brothers keine am Reißbrett zusammengebastelte Revival-Band. Sänger Josh Teskey, sein Bruder Sam (Gitarre) sowie die Schulfreunde Brendon Love (Bass) und Liam Gough (Schlagzeug) zelebrieren das Erbe von Otis Redding, Sam Cooke oder Booker T., weil es ihnen Spaß macht – seit zwölf Jahren. Gut möglich, dass man ohne das im Kellerstudio aufgenommene Debüt HALF MILE HARVEST nie auf diese fabelhafte Band aufmerksam geworden wäre, die seither sogar im Heimatland des Soul auf ausverkaufte Hallen blicken darf. Mit diesem Nachfolger zwischen Gospel, Soul und Folk, der genauso gut den Muscle-Shoals-Studios in den 60ern entsprungen sein könnte, kommt hoffentlich auch der Rest der Welt in diesen Genuss.

8/10

Text: Christoph Ulrich

The Teskey Brothers
RUN HOME SLOW
UNIVERSAL

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