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    Review: The Rolling Stones – ON AIR 1963–1965 LIMITED DELUXE EDITION

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    Review: The Rolling Stones – ON AIR 1963–1965 LIMITED DELUXE EDITION

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    Rolling Stones On Air Cover

    Endlich offiziell: BBC-Sessions aus dem Präkambrium.

    Seit mehr als einem halben Jahrhundert funktioniert das stets auch aufs Geld erpichte Unternehmen Rolling Stones. Umso verwunderlicher, dass die vollen Archive (prinzipiell existiert zu jedem Album ein reichhaltiger Alternativfundus!) nicht ebenso konsequent ausgewertet wurden wie bei Elvis Presley, The Beatles, Pink Floyd, Jimi Hendrix oder T. Rex. Vor allem die ersten Jahre der Stones, von 1963 bis 1971, deren Output sich einst der verhasste Manager Allen Klein mit seiner Organisation ABKCO unter den Nagel riss, sind noch für Überraschungen gut.

    Eine Lücke in Sachen BBC-Sessions mit Aufnahmen mal im Studio, mal vor Publikum, schließt nun – wenn auch längst nicht komplett – ON AIR 1963 – 1965, wahlweise als Standard Version, 2-CD Deluxe Edition, Vinyl sowie als kunterbunte Special Limited Vinyl Edition. 32 Tracks versammeln sich auf der 2-CD Deluxe Edition: Als ebenso rasant wie die Debütsingle, Chuck Berrys ›Come On‹, erwies sich deren Nachfolger ›I Wanna Be Your Man‹ von den Beatles. Mit Bobby Womacks ›It’s All Over Now‹ gelang 1964 die erste UK-Nummer-1. Gleiches gelang auch der superb selbstverfassten Zeitgeistode ›The Last Time‹ (hier mit alternativem Ende) und dem ebenfalls modifizierten ›(I Can’t Get No) Satisfaction‹. Weitere frühe Exponate liefern ›The Spider And The Fly‹ und ›Little By Little‹.

    Doch mehrheitlich setzte die 1962 von Gitarrist Brian Jones gegründete Truppe in jener Phase auf Blues-, Soul- und R&B-Cover-Versionen aus den USA. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf Chuck Berrys Repertoire (›Carol‹, ›Beautiful Delilah‹, ›Memphis, Tennessee‹, ›Around And Around‹, ›Roll Over Beethoven‹), dicht gefolgt von Bo-Diddley-Originalen wie ›Crackin’ Up‹, ›Cops And Robbers‹ und ›Mona (I Need You Baby)‹. Erstaunlich, wie es den Stones gelang, sich weitere R&B-Preziosen aus Übersee wie Bobby Troups ›Route 66‹, Don Covays ›Mercy, Mercy‹, Bert Russells ›Cry To Me‹, Don Rayes ›Down The Road Apiece‹, Rufus Thomas‘ ›Walking The Dog‹, Muddy Waters‘ ›I Can’t Be Satisfied‹ oder Solomon Burkes ›Everybody Needs Somebody To Love‹ so einzuverleiben, als wären es Eigengewächse. Entsprechende Liner Notes liefert das illustrierte Buch ON AIR IN THE SIXTIES. Für Vinyl-Freaks liegt eine gelbe Doppel-LP parat.

    9/10

    The Rolling Stones
    ON AIR 1963–1965 LIMITED DELUXE EDITION
    ABKCO/POLYDOR/UNIVERSAL

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