Review: The Killers – IMPLODING THE MIRAGE

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Review: The Killers – IMPLODING THE MIRAGE

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Hymnisch, bombastisch, aufgeplustert – aber von Herzen

Man darf das bescheuert finden, aber man darf es auch lieben: dass The Killers auch 2020 noch so unzynisch große, bewegende Poprockmusik machen wollen. Die Kids gucken längst nur noch Netfilx-Serien und YouTube-Reaktions-Videos, die ambitionierten Amerikaner liefern weiter unbeirrt Stadionrock als 80er-Blockbusterkino, so richtig mit leinwandbreiten Explosionen. Ein Drittel U2, ein Drittel Springsteen und, tja, ein Drittel Modern Talking. Große Gesten, große Ohrwürmer, großer Quatsch. Aktuell ist das Quartett praktisch ein Duo. Nur Sänger Brandon Flowers und Drummer Ronnie Vanucci haben stetig an IMPLODING THE MIRAGE mitgewirkt. Bassist Mark Stoermer lugte kurz ins Studio, Gitarrist Dave Keuning gar nicht. Umso mehr haben die zwei Übriggebliebenen Input von außen angekarrt: Lindsey Buckingham und Dave Granduciel (War on Drugs) spielten Gitarrenparts ein, kd Lang, Weyes Blood und die zwei Sängerinnen von Lucius lieferten Frauenstimmen, mit Shawn Everett (War On Drugs) und Jonathan Rado (Foxygen) sind zwei neue Producer an Bord. Das Ergebnis ist, dass Flowers & Vanucci auf ihrer Sechsten ihre Komfortzone genau weit genug verlassen, um sich im The-Killers-Sein selbst zu übertreffen.

7 von 10 Punkten

The Killers, IMPLDING THE MIRAGE, UNIVERSAL

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