Review: Steve Hackett – GENESIS REVISITED: LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL – REMASTER 2020

-

Review: Steve Hackett – GENESIS REVISITED: LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL – REMASTER 2020

- Advertisment -

eve Hackett Remaster 2020Garantiert ohne Stadionrock-Zusatz: Ein Ex-Genesis zelebriert das Ausnahmematerial der Pioniertage

Steve Hackett, von 1971 bis 1977 Sologitarrist und Co-Komponist der britischen Progrock-Pioniere Genesis, erweist sich einmal mehr als akribischer Nachlassverwalter. Von sämtlichen ehemaligen Mitgliedern des 1967 von Absolventen des britischen Eliteinternats Charterhouse School gegründeten, bis 1975 von Peter Gabriel angeführten, 2007 aufgelösten und schließlich 2020 wieder reformierten Ensembles fühlte allein Hackett sich der Andenkenpflege verpflichtet. Am 24. Oktober 2013 entstand in der Londoner Royal Albert Hall ein Konzertmitschnitt mit 18 Klassikern aus der essenziellen Genesis-Phase. Bei notengetreuen Wiedergaben vom Material der Alben NURSERY CRYME (1971) bis WIND AND WUTHERING (1977) ließen sich Hacketts Ensemble – Keyboarder Roger King, Schlagzeuger Gary O’Toole, Bassist Lee Pomeroy, Saxophonist Rob Townsend sowie Vokalist Nad Sylvan – von der Gästeriege Ray Wilson, John Wetton, Amanda Lehmann und Roine Stolt assistieren. Da stimmt jeder Ton, jede Nuance, vom Auftakt ›Dance On A Volcano‹ bis zum finalen ›Los Endos‹. Progpop-Ohrwürmer wie ›Carpet Crawlers‹ und ›I Know What I Like (In Your Wardrobe)‹ mischen sich mit den epischen Suiten ›Supper’s Ready‹, ›The Musical Box‹, ›Watcher Of The Skies‹, ›The Fountain Of Salmacis‹, ›Return Of The Giant Hogweed‹ und ›Dancing With The Moonlit Knight‹ – innig geliebte Fan-Favoriten allesamt. In dieser konzertiert konzentrierten Andacht finden sich selbstverständlich keinerlei Spuren des späteren Stadionrock-Trios Banks, Collins und Rutherford. Die Doppel-CD GENESIS REVISITED: LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL mit 18 Tracks erschien im Juni 2014. Sechs Jahre später deckt der Gralshüter der frühen Stunde endlich auch das Vinyl-Segment ab. Patrick W. Engel besorgte das brillante REMASTER 2020. Auf drei 180-Gramm-Scheiben breitet sich die Sternstunde aus. Verpackt in ein opulentes Aufklapp-Cover samt LP-Booklet. Als Sahnehäubchen stecken auch noch die beiden ebenfalls remasterten CDs im Paket.

9 von 10

Steve Hackett
GENESIS REVISITED: LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL – REMASTER 2020
SONY

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Meine erste Liebe: Django Reinhardt von Jan Akkerman

Das war eine der 40er-Jahre-Platten, die meine Eltern zuhause hatten. Django war seiner Zeit in so Vielem so weit...

King Crimson: Geniale Tarnung

King Crimson gelten als studierte Virtuosen, doch in den 70ern, als sie ihre brillante Liveshow auf Tour perfektionierten, waren...

Video der Woche: The Pretty Things mit ›Midnight To Six Man‹

Vor genau einem Jahr starb Sänger Phil May an Komplikationen nach einer Hüftoperation. Und fast genau 19 Jahre zuvor,...

In Memoriam: Phil May (9.11.1944–15.05.2020)

Mit seinen langen Haaren galt der Sänger der Pretty Things um 1964 als potenziell gefährlicher Bürgerschreck und – natürlich...
- Werbung -

Plattensammler: Charlie Starr

Gitarrist und Sänger Charlie Starr leitet Blackberry Smoke aus Atlanta seit nunmehr zwei Jahrzehnten und hält die Fahne für...

Review: Van Morrison – LATEST RECORD PROJECT VOLUME 1

Fleißig, fleißig: 28 neue Songs vom „Originalquerdenker... Das also ist das jüngste Plattenprojekt von Van Morrison,und der Einfachheit halber heißt...

Pflichtlektüre

Review: Heart – LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL

Herzensangelegenheit. Die megaerfolgreichen Glanzzeiten mögen vielleicht Geschichte sein, aber Heart...

Kinotipp zum Wochenende – „THE SALVATION“

Der Kinotipp zum Wochenende ist "The Salvation - Spur...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen