Review: Spidergawd – SPIDERGAWD IV

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Review: Spidergawd – SPIDERGAWD IV

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spidergawdVier gewinnt!

Eine Band, nach der man die Uhr stellen kann: Verlässlich im Ein-Jahres-Rhythmus veröffentlichen Spidergawd ein neues Album, un­­prätentiös unbetitelt, lediglich durchnummeriert. Anschließend folgt die Tournee, danach beginnt der Kreislauf von neuem. Das erinnert an die Taktung einer stets in gleichem Tempo arbeitenden Hochleistungsmaschine, jedoch mit einem essenziellen Unterschied: Das Produkt, hier: die Musik, klingt jedes Mal anders. I bis IV in Reihe gehört, lässt eine deutliche Steigerung in Punkto Soundästhetik erkennen, satt und voluminös drücken die acht neuen Tracks aus den Boxen. Beim Songwriting erinnert Album Nummer Vier nur mehr rudimentär an das Debütalbum aus dem Jahre 2014. Vordermann Per Borten, Saxophonist Rolf Martin Snustad, Drummer Kenneth Knap­stad und Neuzugang Hallvard Gaardløs am Bass wagen auf IV das Husarenstück, den Groove der 70er, dem sie sich von Anfang an verpflichtet hatten, mit Versatzstücken des Blues in den wuchtigen, energiegeladenen Sound der New Wave Of British Metal zu übersetzen. Kurz: Kick-ass-Rock’n’Roll mit Spidergawd-Mittelfinger und tonnenschweren Eiern. Da verneigt sich ein ›Heaven Comes Tomorrow‹ tief vor Thin Lizzy, während ›Stranglehold‹ unweigerlich an Judas Priest erinnert. Wie all das im Spidergawd-Kontext funktioniert? Die anstehende Tournee wird die passende Antwort geben.

9/10

Spidergawd
Spidergawd IV
Crispin Glover Records/Soulfood

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