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Sheryl Crow – THREADS

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Sheryl Crow Threads

Geteilte Freude, doppelte Freude

Lassen wir erst mal einfach außen vor, wie traurig wir wären, wenn sich dies tatsächlich als letztes Album von Sheryl Crow erweisen sollte, wie sie es angekündigt hat, und konzentrieren uns einfach auf das, was wir zu hören bekommen. Ganz wie jüngst beim ultra-erfolgreichen Klampfen-Sams Ed Sheeran finden sich hier ausschließlich Kollaborationen mit anderen Künstlern, die ein weites Spektrum abdecken. Stevie Nicks, Keith Richards, Joe Walsh, Bonnie Raitt, Chris Stapleton, Eric Clapton, Willie Nelson, St. Vincent und Chuck D werden wir garantiert nie wieder auf einer Platte versammelt finden. Die Songs selbst sind da schon homogener, bleiben größtenteils dem rootsy-lässigen Midtempo-Americana-Pop treu, mit dem sich die Protagonistin Millionen von Fans erarbeitet hat. Wer diesen jedoch als leichtverdauliche Kommerzware abkanzelt, tut der Dame und ihrem Songwriting großes Unrecht. ›Prove You Wrong‹ oder ›Still The Good Old Days‹ sind locker-flockige Groover, die man erst mal so unbemüht klingend hinbekommen muss, und auch wenn hier nicht alles gleich zündet, wird das Gefühl einer entspannten Runde unter Freunden nie langweilig. Vielleicht, weil es immer wieder durch gelungene ernstere Momente punktuiert wird, die mit Tiefgang und dramaturgischer Substanz glänzen – allen voran ›Redemption Day‹ mit Johnny Cash, das eine so mächtige emotionale Wucht entwickelt, dass es schon allein den Kauf der ganzen Platte rechtfertigt. Wir hoffen jedenfalls, dass THREADS nicht Crows letztes Album wird – aber falls doch, ist es ein mehr als würdiger Abschied.

7/10

Sheryl Crow
THREADS
UNIVERSAL

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