Review: Sea – THE GRIP OF TIME

-

Review: Sea – THE GRIP OF TIME

- Advertisment -

sea the grip of timeKlassischer als die Klassiker.

Es beginnt verhalten instrumental und geht in ganz großem Classic-Kino auf. Allein schon im Opener ›Rust‹ ist alles drin, was diese Band auch im weiteren Verlauf des Albums auszeichnet: Gitarren, Gitarren, nochmals Gitarren und Gesang und nochmals Gesang, inklusive drängender Grooves, Dramatik dank Tempo­wechseln und leichten Progressive-Anleihen. Die Dänen wuchten mächtigen Heavy Rock aufs Tapet, der teilweise sogar klassischer als die Vorbilder klingt. Kaliber wie frühe Iron Maiden, Deep Purple und vor allem Thin Lizzy – besonders die Trade­mark-Twin-Gitarren – sind allgegenwärtig. Wobei Sea meist etwas düsterer und dezent doomiger als die Altmeister rocken. Spannung herrscht dabei nicht nur über die komplette Spielzeit hinweg, sondern auch innerhalb der einzelnen Songs. Immer wieder gibt es kleine, manchmal unerwartete Spielereien – und natürlich Soli satt! Zum Ende wird mit ›The Stranger Within‹ in unterschiedlichen Geschwindigkeiten noch mal so richtig Vintage-Maiden-mäßig aufgetrumpft. Die Orientierung an den Großen des Genres wirkt dabei nie übertrieben, sie verleiht dieser Band vielmehr eigene Größe und dank der spielerischen und kompositorischen Finesse auch eine durchaus eigene Note. Nach neun Powertiteln geht es wie begonnen mit der 10. Nummer ›Sea‹ akustisch und ohne Gesang zu Ende. Was für eine Classic-Rock-Sause!

7/10

Sea
THE GRIP OF TIME
MIGHTY MUSIC/SOULFOOD

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Lainey Wilson: Mit dem Wohnwagen nach Nashville

Mit ihrem Majorlabeldebüt SAYIN’ WHAT I’M THINKIN’ geht für die Singer-/Songwriterin Lainey Wilson ein über Jahre gehegter Traum in...

Meilensteine: The Pretty Things mit EMOTIONS

18 April 1967: Auf der dritten LP EMOTIONS lenkt sich der Fokus von R’n’B auf Psychedelia. Prinzipiell durchliefen sämtliche Bands...

24/7 Diva Heaven: Sind sie zu rough, bist du zu soft

Im Duden wird die „Diva“ als Person beschrieben, die durch besondere Empfindlichkeit oder exzentrische Allüren auffällt. 24/7 Diva Heaven,...

Video der Woche: The Eagles mit ›Tequila Sunrise‹

Zum Jubiläum von DESPERADO hier ein Song der Eagles mit Cocktail-Assoziationen. Nachdem Don Henley und Glenn Frey auf dem...
- Werbung -

Top 10: Die „vantastischsten“ Acts der Musikgeschichte

Zum Start ins Wochenende hier eine kleine und thematisch stringente Playlist zum Nachhören und Schmunzeln. Heute mit den "vantastischsten"...

Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

Für das durchwachsene Wochenende gibt es alles andere als durchwachsene Musik von Greta Van Fleet, den Entstehungsprozess von Tom...

Pflichtlektüre

Bush – Der zweite Anlauf

Zehn Jahre beschränkte sich Gavin Rossdale auf die Rolle...

Black Sabbath: Hier einen Clip aus dem Kinofilm „The End Of The End“ sehen

In einem kurzen Ausschnitt aus „The End Of The...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen