Review: Rush – 2112

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Review: Rush – 2112

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rush 2112Ein Meilenstein wird 40.

Nur noch 96 Jahre, dann wissen wir endlich, was Rush schon seit 40 Jahren wissen. Zum 40-jährigen Jubiläum ihres Durchbruchs­albums 2112, einem Meilenstein im Gesamtwerk der „größten Kultband der Welt“, gibt es das Konzept-Ereignis nun in drei opulenten Auflagen. Enthalten ist neben einer remasterten Albumversion von 2112 eine zweite CD mit bislang unveröffentlichtem Material sowie neu aufgenommenen Cover-Versionen. Dave Grohl, Taylor Hawkins (beide von den Foo Fighters, beides Bewunderer von Lee, Lifeson und Peart) und Produzent Nick Raskulinecz kümmern sich recht unspektakulär, aber originalgetreu um ›Overture‹. Die Landsmänner Billy Talent zelebrieren ›A Passage To Bangkok‹, der Sänger Jacob Moon, Kanadier, intoniert ›Something For Nothing‹, die Grunger Alice In Chains gehen sanft auf ›Tears‹ ein und Prog-Gott Steven Wilson geht gewohnt souverän mit ›The Twilight Zone‹ um – natürlich der Höhepunkt der Interpre­tationen. Dazu gibt es zwei Outtakes live aus der Massey Hall (›2112‹ und ›Something For Nothing‹), eine gerade erst wieder aufgetauchte Aufführung von ›The Twilight Zone‹ (mit recht fragwürdigem Sound), das überhaupt nur zweimal von der Band gespielt wurde und einen Radio-Spot von 1976, der 2112 bewirbt. Die DVD enthält eine kürzlich restaurierte Show der 2112-Tour aus New Jersey, die Tracks von Grohl/Hawkins/Raskulinecz und Billy Talent mit bewegtem Bild sowie ein 25-minütiges Interview mit Rush-Gitarrero Alex Lifeson und dem langjährigen Produzenten Terry Brown.

Die Geburtstagsausgabe erscheint als Doppel-CD/DVD, als 3-LP-Set (mit der Starman-Turntable-Mat plus exklusiver Laser­radierung) und als Super-Deluxe-Box (mit Samt ausgekleidet) inklusive Doppel-CD/DVD, 3-LPs, zwei 12“ x 12“ großen Lithografien (eine mit der original Hugh-Syme-Bleistift-Radierung des Starman-Logos, die andere mit dem Ticket von 1976 aus der Massey Hall), einem Nachdruck des Handzettels aus der Massey Hall und drei Buttons. Dazu serviert wird umfangreiches Textmaterial von Rockhistoriker Rob Bowman und ein neu entworfenes Artwork von Syme. Über die Klasse des Original-Albums große Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen zu tragen. 2112 ist das erste Album der Formation, das in den USA und Kanada mit Platin ausgezeichnet wurde und das die bislang 48-jährige Karriere seit Gründung im Jahre 1968 so richtig ins Rollen brachte. Laut Lifeson „das erste Album, auf dem die Band wirklich nach Rush klang“. Nicht weniger als ein Pflichtkauf.

10/10

Rush
2112
ANTHEM/MERCURY/UNIVERSAL

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