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Roxy Blue – ROXY BLUE

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Roxy Blue Album

Knapp vorbei ist auch daneben

Timing war und ist nicht unbedingt die Stärke der Hardrocker Roxy Blue. Mit ihrer Gründung zu Beginn der 90er und dem Release von WANT SOME? zwei Jahre später, verpasste die haarige Truppe aus Memphis knapp die goldene Sleaze- und Glam-Ära. Ob ROXY BLUE jetzt zur rechten Zeit kommt, lassen wir mal dahingestellt sein. Wenn schon keines für Timing, hat das zu drei Vierteln aus Originalen bestehende Quartett zumindest ein Gespür für gute Songs. Die sind heute eher Heavy als Hair und gehen dank wuchtiger Grooves gut ins Ohr. Erinnert stellenweise etwas an die SLAVE TO THE GRIND-Phase von Skid Row oder eine härtere Version von Enuff Z’Nuff. Trotz einer gewissen Heavyness und gelegentlicher Effekte auf den Vocals ist das aber weniger zeitgemäßer, denn zeitloser Heavyrock mit dezent moderner Note. Abgesehen davon, haben Roxy Blue auch klassische Powerballaden am Start. Der Neubeginn – natürlich bei Frontiers, wie viele Comebacks einstiger Szene- und Sleaze-Helden – rockt cool, heavy, schmutzig und kommt meist auf den Punkt. Doch auch auf den Zeitpunkt?

6/10

Roxy Blue
ROXY BLUE
FRONTIERS/SOULFOOD

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