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Robert Hilburn – Johnny Cash. Die Biografie

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johnny cashTiefe Einblicke.

Johnny Cash scheint nach seinem Tod im Jahr 2003 medial präsenter zu sein als zu Leb­­zeiten – immer wieder er­­scheinen Bücher und Fil­me über den „Man in Black“. Die neues­­te Veröffentlichung: „Johnny Cash – Die Biografie“ von Robert Hilburn. Der 1939 geborene Autor ist nicht irgendein kleiner Schreiberling, sondern ein bekannter Biograf, der Weltstars wie John Lennon, Bruce Spring­steen, U2 und Elton John begleitete und lange Jahre für die „Los Angeles Times“ als Musik­kritiker arbeitete. Er war der einzige Musik­journalist, der das sagenumwobene Gefängnis­konzert für das AT FOLSOM PRISON-Livealbum miterleben durfte, und zudem derjenige, der 2003 Cash und seine Frau June als Letzter vor ihrem Tod interviewte. Das verspricht spannende Einblicke, und genau die bekommt der Leser auch – von den Kinderjahren bis hin zu Cashs Spätwerken mit seinem Freund Rick Rubin am Mischpult, wobei hier vor allem THE MAN COMES AROUND (2002) und das bewegende Video zu ›Hurt‹ im Mittelpunkt stehen. Gerade gegen Ende kann man das über 800 Seiten dicke Buch nicht mehr aus Hand legen, leidet mit, liegt im Krankenhaus, diskutiert mit Rick Rubin und sitzt neben Cash, wenn er unter Atemnot seine letzten Lieder einsingt. Hilburn gelingt es, der Country-Ikone so nah wie selten zuvor zu kommen, was auch an den Aussagen von Zeitzeugen wie Sohn John Carter Cash und Tochter Rosanne Cash liegt. Essenzieller Stoff für Cash-Fans.

9/10

Johnny Cash – Die Biografie
VON ROBERT HILBURN
Berlin Verlag

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