Review: Reef – REVELATION

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Review: Reef – REVELATION

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Reef Revelation

Back in the village.

Eine Offenbarung ist REVELATION jetzt nicht geworden, aber dennoch ein sehr gutes Old-School-Rock’n’Roll-Album mit einer dicken Prise Soul und R&B. Satte 18 Jahre sind seit dem Vorgänger GETAWAY ins Land gezogen und immerhin auch acht, seitdem sich das Quartett wiedervereinigt hat. Original-Gitarrist Kenwyn House ist vor vier Jahren ausgestiegen, seinen Platz übernahm Jesse Wood, der Sohn von Stones-Gitarrero Ron Wood. Neuer Mann, neuer Mut, neue Sounds. Definiert wird Reefs Karriere von jeher durch ›Place Your Hands‹ vom Zweitwerk GLOW, das George Drakoulias in Szene setzte, der auch auf REVELATION wieder am Start ist und nicht nur produziert hat, sondern auch als Co-Autor aller Songs eingetragen ist. Der Opener ›Revelation‹ klingt wie AC/DC, eine Farb­­komponente, die nicht so recht zu Reef passen will. ›My Sweet Love‹, ein Duett mit Sheryl Crow und auch die erste Single, ist arg poppig, aber schön. ›Provide‹ ist die erste Nummer von vielen, die mit einer Menge Gospel- und R&B-Einflüssen aufwartet. Dazu ge­­hören eben noch ›How I Got Over‹, ›Don’t Go Changing Your Mind‹, das wundervolle ›First Mistake‹ (bester Track des Albumss), das Lovin’-Spoonful-Cover ›Darling Be Home Soon‹ und ›Lone Rider‹. Immer wenn es etwas rockiger wird, wie in ›Precious Metal‹ oder ›Ball And Chain‹, offenbaren die Stücke ihre Schwächen, lediglich ›Just Feel Love‹ genügt als Song mit Rock-Attitüde dem Anspruch. Feines Comeback mit Wohlfühlcharakter.

7/10

Reef
REVELATION
EARMUSIC/EDEL

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