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    Review: Paul McCartney – FLOWERS IN THE DIRT

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    Review: Paul McCartney – FLOWERS IN THE DIRT

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    flowers in the dirtVerschwenderische Deluxe-Edition mit drei CDs, DVD und allerlei Memorabilia.

    Es gibt sicherlich nicht viele Musiker, die im Laufe ihrer Karriere so viel richtig gemacht haben. Es gibt aber auch nur wenige Musiker, die von Kritikern stets derart argwöhnisch beäugt wurden wie Paul McCartney, zumal die Erwartungshaltungen beim Ex-Beatle eben immer besonders hoch ausfielen. Man kann nicht behaupten, dass er in den 80er Jahren einen überragenden Lauf gehabt hätte – der Eindruck, McCartney neige mittlerweile zur Selbstgefälligkeit, irritierte damals selbst grundsätzlich wohlmeinende Naturen.

    Kurz vor Ende des Jahrzehnts, im Som­mer 1989, gelang ihm dann doch die Trendwende: FLOWERS IN THE DIRT war ein abwechslungsreiches Pop-Album, das qualitativ ordentliches bis erfreulich gutes Songmaterial lieferte. Die zugrundeliegende Formel lautete: E=MC². Wobei „E“, der relative Erfolg, das Produkt der Herren McCartney und McManus war, deren kompositorische Talente sich durchaus potenzierten. Declan McManus, besser bekannt als Elvis Costello, war an vier der zwölf Songs als Co-Autor beteiligt, darunter auch die Single-Auskopplung ›My Brave Face‹. Die Deluxe-Edition setzt dieser Kollaboration ein besonderes Denkmal, denn die gemeinsamen Demos sind Teil der 18 Bonus-Tracks, mit denen die CDs Nummer 2 und 3 aufwarten. Dazu gesellt sich eine DVD mit allen Video-Clips des Albums, zuvor unveröffentlichtem Archivmaterial sowie der 1989 erstmals erschienenen Dokumentation „Put It There“.

    Womit das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht ist: Download-Codes für drei weitere Demos gehören ebenso zum Lieferumfang wie Maccas faksimiliertes Notizbuch mit Texten und allerlei Anmerkungen, ein 112 Seiten starkes Be­­gleitbuch mit Interviews und Produktionsdetails, ein Bildband mit Stills zur erwähnten Doku „Put It There“ sowie der Katalog aus der „Mayor Gallery“, die Ende 1989 Linda McCartneys Foto-Serie zum Cover-Artwork ausstellte. Das alles ist mit viel Liebe zum Detail umgesetzt, doch den harten Kern bilden natürlich die zwölf Songs des Originalalbums.

    Wer noch immer der Meinung ist, Paul McCartney sei in den 80ern außer Form gewesen, der wird überrascht sein, was für ein angenehmes Album FLOWERS IN THE DIRT doch ist. Was die anfangs erwähnten, stets hohen Erwartungen an Sir Paul betrifft: Nein, es ist kein unübertroffenes Meister­werk, kein absoluter Geniestreich, kein Meilenstein der Musikgeschichte. Aber eben doch ein souveränes und hörenswertes Pop-Album.

    7/10

    Paul McCartney
    FLOWERS IN THE DIRT
    CAPITOL/UNIVERSAL

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