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Nick Lowe – NICK THE KNIFE/THE ABOMINABLE SHOWMAN

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nick loweAuftakt einer sechsteiligen Reissue-Reihe von Großbritanniens Verwandlungskünstler.

Als wahres Genre-Kaleidoskop erwies sich der Brite Nick Lowe bereits seit den Swinging Sixties: Das auch als Kom­ponist und Produzent aktive Allround­talent vereinnahmte patenten Psy­chedelic-Pop mit Kippington Lodge, countryesken Pub-Rock mit Brinsley Schwarz, wavigen Power-Pop mit Rockpile und auch als Solist. Aber es kamen noch einige weitere Stile hinzu. In den nächsten Monaten veröffentlicht das Label Yep Roc auf CD, erstmals als Digital Download sowie im Vinyl-Format sechs jeweils mit Bonustracks ausgestattete Alben der Jahre 1982 bis 1990. Bei NICK THE KNIFE (1982) halfen Freunde wie die Gitarristen Billy Bremner und Martin Belmont, die Schlag­zeuger Terry Williams und Bobby Irwin, die Keyboarder Paul Carrack und Steve Nieve sowie seine damalige Angetraute, June Carter-Cashs Töchterchen Carlene Carter, aus. Lowes dritte selbstproduzierte Soloscheibe, die erste nach der Trennung von Rockpile und seine Premiere auf Columbia Records, erwies sich einmal mehr als echtes Stil-Sammelsurium: Der Opener ›Burning‹ wurzelte im Rockabilly, im Rock Steady fußte das von Rockpile bekannte ›Heart‹, ›Queen Of Sheba‹ atmete Doo-Wop, kopfüber im 50s-Rock’n’Roll tummelte sich ›Ba Doom‹.

Doch damit nicht genug: In ›Raining Raining‹ spiegelte sich Smokey Robinsons Motown Soul wider und die Swamp-Ode ›Stick It Where The Sun Don’t Shine‹ oszillierte zwischen Creedence Clearwater Revival und Tony Joe White. ›One’s Too Many (And A Hundred Ain’t Enough)‹, ›Zulu Kiss‹ und der Bonustrack ›I Got A Job‹ buddelten tief im R’n’B. Mit Carter co-komponierte er ›My Heart Hurts‹ und ›Too Many Teardrops‹. Recht ähnlich, aber aufgrund der Co-Produktion mit Roger Bechirian stellenweise etwas zu glatt geriet 1983 das in Teilen mit gleicher Truppe eingespielte THE AB­­OMINABLE SHOWMAN: Lowes Fa­­cetten aus Power-Pop (›We Want Action‹, ›Saint Beneath The Paint‹), 50s-Pastiches (›Raging Eyes‹, ›Tanque-Rae‹, ›Paid The Price‹), Reggae (›Cool Reaction‹), Soul (›Time Wounds All Heels‹) und 30er-Ballade ›How Do You Talk To An Angel‹ führten einmal mehr ein Nischendasein nur für Eingeweihte.

NICK THE KNIFE: 8/10
THE ABOMINABLE SHOWMAN: 6/10

Nick Lowe
NICK THE KNIFE/THE ABOMINABLE SHOWMAN
YEP ROC/H’ART

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