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    Review: Mott The Hoople – MENTAL TRAIN – THE ISLAND YEARS

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    Review: Mott The Hoople – MENTAL TRAIN – THE ISLAND YEARS

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    Mott The Hoople Mental Train

    Mott The Hooples frühe Karriere – komplett auf sechs CDs.

    Einem wohl tragisch frühen Finale hätten Mott The Hoople entgegengeblickt, wäre David Bowie 1972 nicht als Retter in der Not aufgetreten. Eine seiner ersten Amtshandlungen bestand darin, dem mäßig erfolgreichen Quintett aus Herefordshire mit der Glam-Rock-Hymne ›All The Young Dudes‹, einer subtilen LP-Produktion sowie einem Deal bei Columbia Records unter die Arme zu greifen. Allerdings sollte sich die Karriere von Mott The Hoople bis zum bitteren Ende im Jahr 1974 als ein Weg der Irrtümer, Sackgassen und Fehlentscheidungen erweisen – um schließlich doch noch in der Rock And Roll Hall Of Fame zu münden.

    Damals lagen hinter dem Frontmann Ian Hunter, Gitarrist Mick Ralphs, Bassist Peter „Overend“ Watts, Keyboarder Verden Allen sowie Schlagzeuger Dale „Buffin“ Griffin bereits vier Alben und diverse Singles bei Londons Progressiv-Label Island, angetrieben vom Produzenten und A&R-Manager Guy Stevens, der sie 1969 unter seine Fittiche genommen hatte. Er holte den stets sonnenbebrillten, rotlockigen Dylan-Apologeten Hunter dazu und taufte die Band von Silence in Mott The Hoople um.

    Jener bislang zu Unrecht marginalisierten Phase widmet sich nun ausführlich das 6-CD-Boxset MENTAL TRAIN – THE ISLAND YEARS 1969 – 71. Beim Generalangriff auf die Archive von Island Records traten einerseits vier reguläre Alben zutage, konkret das hemmungslos zwischen Selbstfabriziertem und Cover-Versionen rockende MOTT THE HOOPLE (1969), das nicht minder vehemente aber durchweg selbstkomponierte MAD SHADOWS (1970), das akustische Hippie-Werk WILDLIFE sowie die abermals wüste Rockorgie BRAIN CAPERS (beide 1971). Auch eine wahre Flut an Bonustracks ist nun dabei, Singles, Demos, Probe-Mitschnitte und Alternativ-Takes zieren die regulären Alben von Disc 1 bis 4.

    Auf dem fünften Silberling gibt es ein Dutzend weitere bislang ungehörte Archiv-Schmuckstücke, die finale sechste Scheibe widmet sich jener Qualität, für die Mott The Hoople stets mit Lob überschüttet wurden: Konzertimpres­sionen, einmal aus der Fairfield Hall in Croydon, vom 13. September 1970, einmal aus dem Paris Theatre in London, aufgenommen am 30. De­­zember 1971 und seinerzeit produziert für die BBC-Radio-One-Reihe „In Concert“.

    8/10

    Mott The Hoople
    MENTAL TRAIN – THE ISLAND YEARS 1969–71
    ISLAND/UNIVERSAL

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