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Monster Magnet – A BETTER DYSTOPIA

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Psychosomagnetisch

Dass der Flirt mit dem Mainstream nun schon ein Vierteljahrhundert zurückliegt, mag schlecht für Dave Wyndorfs Bankkonto sein, doch kreativ befindet er sich seit LAST PATROL von 2013 wieder auf einem Höhenflug. Da mag es manche Fans mit Sorgen erfüllen, dass er nun sein erstes Covers-Album veröffentlicht – bei vielen Künstlern ziemlich unnötiges Füllwerk, um mit relativ wenig Einsatz Schaffenspausen zu überbrücken. A BETTER DYSTOPIA ist jedoch kein zynischer Versuch, mit fremden Federn zu alter Bekanntheit zurückzukehren. Allein schon deswegen, weil die hier gecoverten Acts außer vielleicht Hawkwind nur absoluten Spezialisten ein Begriff sind. Poobah? Table Scraps? Dust? The Scientists? Eben. Was er aus diesen verborgenen Schätzen aus einer sehr fernen Psych-Vergangenheit herausholt, ist außerdem alles andere als lahm. Mit 64 scheint der Maestro noch mal richtig Fahrt aufzunehmen, krakeelt wie besessen und beschwört aus wild tosenden Gitarrentsunamis, Wabereffekten und Wah-wah-Infernos ein brodelndes Gebräu, das Großteilen der Stoner-Rock-Gemeinde den Angstschweiß auf die Stirn treten ließe.

Der Mainstream wird weiterhin mit den Schultern zucken, doch die Eingeweihten feiern einfach mit und freuen sich, dass Monster Magnet nichts von ihrem Punch verloren haben. Womöglich ist er nur ein paar Glasscherbenexzesse davon entfernt, als so cool wie Iggy Pop zu gelten.

7 von 10 Punkten

Monster Magnet, A BETTER DYSTOPIA, NAPALM/UNIVERSAL

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