Review: Midnight Oil – THE MAKARRATA PROJECT

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Review: Midnight Oil – THE MAKARRATA PROJECT

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Comeback aus Solidarität: Midnight Oil singen mit Australiens Ureinwohnern

Was Midnight Oil in den 80ern immer auszeichnete, das war ihre Eindringlichkeit. Hier gab’s keine verklausuliert schwurbelige Poesie, Sänger Peter Garrett sang immer Klartext. Gegen die Aufrüstung, die Umweltverschmutzung, die Marginalisierung der Ureinwohner in seiner australischen Heimat. Und so deutlich Garrett seine Meinung formulierte, so prägnant untermalte ihn seine Band. Dadurch wurden Songs wie ›Beds Are Burning‹ oder ›Blue Sky Mine‹ zu knackig stampfenden Welterfolgen. Garrett ist als Symbolfigur der australischen Linken dann in der Tat in die Politik gegangen, wurde Umweltminister, Bildungsminister. 2016 die Reunion von Midnight Oil, zuerst nur für Konzerte. Mit THE MAKARRATA PROJECT erscheint nun das erste Album seit CAPRICORNIA (2002). Wichtig: Garrett ist natürlich
immer zuallererst Aktivist. Es gibt ein übergeordnetes Thema auf dem 33-minütigen Minialbum, nämlich die Verankerung von Ureinwohner-Rechten in der australischen Verfassung. Entsprechend gastieren auf allen Songs Aborigine-Musiker. Wer nun fürchtet, dieser rote Faden gehe zu Lasten der Musik, irrt. Weil bei Midnight Oil immer schon der Inhalt der Botschaft die Power überhaupt erst bedingte. Garrett und Co haben hier etwas mitzuteilen. Ergo kicken die Songs von selbst.

7 von 10 Punkten

Midnight Oil, THE MAKARRATA PROJECT, SONY

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