Review: Mando Diao – BANG

Mando Diao Bang

Quirlige, professionelle Rockplatte, der etwas mehr Reibung gut tun würde

Bekannt wurden die Schweden als drahtige Garagenrockband mit Doppelspitze. Der entspannte Soulboy Björn Dixgård und der jedem ins Hosenbein beißende Terrier Gustaf Norén ergänzten sich lange prima. Bis Gustaf seine Aggressionen vermehrt innerhalb der Band ausließ und er sein Blatt überreizte. Seine Drohung, auszusteigen, wurde vor vier Jahren erleichtert angenommen. Wer die Band kennt, weiß, mit Gustaf wäre es so nicht weitergegangen. Allerdings: Als kreatives Nervenbündel fehlt er halt doch. Auf dem zweiten Album ohne den Konfliktherd haben sich Mando Diao zwar hörbar in die neue Situation eingefunden und ein kompetentes, sattes Poprock-Album abgeliefert, das sich ganz um die volle, markante Stimme von Dixgård dreht. Der stampfende Ohrwurm ›Long Long Way‹ hat das Zeug zum Radiohit und das knallige ›One Last Fire‹ wird die Bohlen der Indie-Dancefloors zum Rauchen bringen. Aber: Das kribbelnde Extra, das Mando Diao immer die entscheidende Stufe wilder und sexier machte als ihre Zeitgenossen, das war wohl doch die Präsenz des Unsicherheitsfaktors Norén.

7/10

Text: Hanns van Smetius

Mando Diao
BANG
PLAYGROUND/CARGO

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