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Lykantropi – TALES TO BE TOLD

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Sanft, okkult, folkig

Der Begriff „Lykanthropie“ bezeichnet die Verwandlung eines Menschen zum Werwolf. Mit einem Bandnamen wie diesem macht es nur Sinn, es sich auf der okkult angehauchten Seite des Retro-Rock gemütlich zu machen.

Auf ihrem neuen Longplayer mit dem mystischen Cover-Artwork vereint das Sextett aus Schweden acht Nummern, die trotz manch harter Riffs doch wie flüssiges Karamell ganz sanft vor sich hin wogen und vor allem wegen der Stimme von Frontfrau My Shaolin entfernt an das dunkle Hippie-Flair von Bands wie Coven erinnern, wobei man hier vergeblich nach plakativen Teufelsbeschwörungen sucht. Viel mehr erzeugen Lykantropi eine wunderbar warme und folkige Atmosphäre: Hier und da schimmern geheimnisvolle Arrangements à la Blue Öyster Cult durch, die Harmoniegesänge lassen stellenweise an die Mamas & Papas denken, die elegische Sanftheit von The Moody Blues’ ›Melancholy Man‹ wickelt sich um das Flötenspiel von Ia Öberg, das zusätzlich eine leichte Jethro-Tull-Note ins Spiel bringt. Ein rundum meisterhaft gefertigtes Retro-Paket.

8 von 10 Punkten

Lykantropi, TALES TO BE TOLD, DESPOTZ/ROUGH TRADE

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