Review: Lucifer – LUCIFER II

Lucifer Lucifer II

Heavy Rock aus dem Bilderbuch des Teufels.

Es gibt mehrere gute Gründe, die für dieses Album sprechen. Erstens: Nach dem furchtbar frühen Ende von The Oath zeigt Sängerin Johanna Sadonis mit Nachdruck, dass sie ihre neue Band Lucifer eher in der Langstrecke etablieren will. Zweitens: Nach dem Ausstieg von Gaz Jennings (Cathedral), der das Debüt LUCIFER noch merklich in Richtung Doom drückte, ist mit Nicke Andersson (Hellacopters, Imperial State Electric) jetzt das schwedische Enfant Terrible schlechthin an Johannas Seite – beruflich wie privat. Drittens: Das Album hat einfach alles, was es für einen modernen Heavy-Rock-Klassiker braucht. Die Riffs, den Fuzz, die Melodien, die Magie, den Flirt mit dem Bösen. Aus Johannas kraftvoller, regelrecht aufblühender Stimme, Nickes irrwitziger Dreifachbelastung aus Gitarren (zur Hälfte), Bass und Drums und einer schwitzigen, unmittelbaren Produktion entsteht eine Quintessenz alther­gebrachter Künste. Nichts Neues, gewiss nicht, aber das wollen die beiden ja auch gar nicht. Wer sich über die gemeinsame Liebe zu Blue Öyster Cult kennenlernt und zudem Bands wie Black Sabbath oder Deep Purple einfach nicht genug huldigen kann, der macht eben genau das: Packende, vor Leidenschaft erhitzte Rockmusik mit doomigen Untertönen spielen. Bis zum Umfallen. Klarer Fall: Spätestens jetzt wird The Oath nicht mehr vermisst.

8/10

Lucifer
LUCIFER II
CENTURY MEDIA

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