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Lou Reed – AMERICAN POET DELUXE EDITION

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lou reed americanUS-Radio-Mitschnitt aus Onkel Lous Solo-Frühphase.

Nach Lou Reeds Ausscheiden bei The Velvet Underground im Au­­gust 1970 schien guter Rat teuer, denn seine Solokarriere kam an­­fangs nur behäbig in die Gänge. An Fahrt nahm sie erst auf, als David Bowie und Mick Ronson ihm nach dem gefloppten Debüt den Nachfolger TRANSFORMER (1972) maßschneiderten. In jene Phase der Konsolidierung fällt AMERICAN POET, in Neuauflage nunmehr ein Doppelalbum mit ausklappbarem Cover und ausführlichem Booklet im Format 30 x 30 cm, angefüllt mit zahlreichen Farbfotos von Mick Rock, aufgenommen bei Reeds Auftritt im Lon­doner „Kings Cross Scala“ im Sommer 1972. Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen von TRANSFORMER gab Reed am 26. Dezember 1972 im Ultrasonic Recording Studio in Hemp­stead, New York, ein Konzert vor Publikum für den Radiosender WLIR FM. Als Begleitband fungierten die im Glam-Look gestylten The Tots. Velvets-Klassiker wie ›White Light White Heat‹, ›Rock’n’Roll‹ und ›Sweet Jane‹ rockten flott, ›I’m Waiting For The Man‹ empfahl sich hingegen als verschleppter Blues. Um einiges lebendiger als die Studioversionen erwies sich nicht nur ›Walk And Talk It‹ vom selbstbetitelten Debüt, auch ›Vicious‹, ›Satellite Of Love‹ und ›I’m So Free‹ von TRANSFORMER sprühten nur so vor angestautem Adrenalin. Zwischen entspanntem Urban Folk und laszivem Bar-Jazz oszillierte der Kult-Hit ›Walk On The Wild Side‹. ›Berlin‹ wiederum, auf dem Erstling nur in Kurzversion zu hören, erinnert mit exzellent zweistimmigen Gitarrensoli kurioserweise an die Allman Brothers Band.

8/10

Lou Reed
AMERICAN POET DELUXE EDITION
EASYACTION/CARGO

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